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Angewandte Realitätsferne

Ein Blog über ERASMUS-Austausch mit Prag aus der Sicht eines Computerlinguisten (auch interessant für Linguisten und Informatiker und allgemein für Austauschstudenten in Prag).

Alphabetischer Index:
Caput RegniEinkaufen 1Einkaufen 2Einkaufen 3Essen 1Essen 2Essen 3
Essen 4Essen 5 Essen 6EUFußballGaiman was hereGeheimnamen
HandyHockeyInsiderwissen JosefovKino, Oper, MusikKleinkram John Lennon
Linux-ExpoMetroMetroMFF Mala StranaMondfinsternisMusikNo? No. No!
OrientierungOrientierung 2Park(en) erlaubtPost, Polizei, NahverkehrRadioSchein oder nicht ScheinSemesterbeginn
Sightseeing 1Sightseeing 2Sightseeing 3SpazierenStromausfallTelephon!Theater
Tschechisch 1Tschechisch 2Tschechisch 3Tschechisch 4Tschechisch 5Tschechisch 6Übungsgruppen
UngarninvasionUNIXWinterschuleWohnheimWohnheim 2Wohnheim 3Zusammenfassung

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 19.03. 2004: Wohnheim 3 /\ 
 
Im Wohnheim lernt man tolle neue Wörter, z.B. dass Pförtner auf Tschechisch "Vratnice" heisst, und nicht etwa "bagety nejsou", wie man glauben könnte, weil das groß auf der Pförtnerloge geschrieben steht. Hm, impliziert so ein Schild "Baguettes sind aus" nicht eigentlich, dass auch manchmal welche da sind? Tatsächlich ist es mir bisher einmal passiert, dass stattdessen "Toast Special" da stand, aber ich habe mich bisher nicht getraut, näher auf die Toast- und Brotbelegungskünste der Pförtner einzugehen, deswegen kann ich da keine Tipps geben. ;-) Ich bin aber Zeuge, dass es schon mal ein Student überlebt hat.

Weitere krasse Wörter, die man schon immer mal in seinem Wortschatz haben wollte, sind disinsekce und internetizace. Es geht doch nichts über produktive moderne Sprachen! Eine Disinsektion ist die Art Prophylaxe, die das Saarbrücker "Wohnheim D" vor ein paar Jahren schon gebraucht hätte. Ob ich die Früchte der Internetisierung aber noch zu meinen ERASMUS-Zeiten erleben werde, weiss ich nicht, die Kabelverleger sind erst im zweiten Stock, aber es besteht Hoffnung.

Um sich nach der schlecht gelaufenen mündlichen Mediziner-Prüfung abzuregen, hat Nelly vorgeschlagen, unser Wohnheimzimmer umzustellen. D.h. nicht nur, dass ich jetzt ein neues Photo machen muss, sondern v.a., dass wir jetzt zumindest optisch viel mehr Platz im Zimmer haben! Jetzt haben wie eine so total optimierte Anordnung der Möbel, dass in der Mitte so viel Nutzraum frei ist, dass man im Zimmer Skateboard fahren könn-- Moment mal, ich muss mal kurz was ausprobieren...

Es gibt übrigens einen International Club für ERASMUS-Studenten in Prag.
http://intl-club.fsv.cuni.cz/
Bisher habe ich allerdings nicht viel von ihm gehört, ausser einer Diskoankündigung und einem Ball, aber es gibt offenbar noch Ausflüge und ein Forum im Repertoire.
 
2008-08-26 14:39

 
 21.03. 2004: Musik /\ 
 
Heute war im wahrsten Sinne des Wortes Mezinárodní Víkend ®en, internationales Frauenwochenende. Erstens habe ich mich mal wieder seit langem mit einer Freundin aus Kinderzeiten getroffen, die zufällig auch in Prag ein Praktikum macht, und die ich seit über 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Olli kennt sie auch, wir stammen alle drei aus Heidelberg, svìt je malý. ;-)

Außerdem war ein Musikfestival angesagt, an dem nur Frauenbands auftreten sollten, und als Hauptstars (Tusch!) -- Värttinä! Okay, das sagt Euch vielleicht eher wenig, aber die wollte ich schon immer mal sehen. Eine ziemlich krasse finnische Band, die zu ihren Anfängen (vor 10 Jahren?) aus über einem Dutzend Jungs (Instrumente) und Mädchen (Gesang) bestand, die irgendwie zufällig aus uralten Gedichten, Volksmusikentlehnungen und einer gewissen natürlichen Frechheit versehentlich einen total neuen Musikstil erfunden haben, der zugegebenerweise aber auch in Finnland fast unbekannt ist... Heute sind die Jugendlichen erwachsen, und viele sind ausgestiegen oder wurden durch andere Musikbegeisterte ersetzt, aber die Gruppe tritt immer noch bei Festivals auf und veröffentlicht noch fleissig Alben.
http://www.varttina.com/
http://www.noside.com/Catalog/CatalogArtist_01.asp?Action=Get&Artist_ID=44

Nuja, in den ganzen Wohnheimen hier konnte ich nur einen einzigen Studenten auftreiben, der auch zu dem selben Konzert gehen wollte, ein ERASMUS-Student aus Finnland. Der meinte, er würde diesen komischen Dialekt auch nicht besser verstehen als die anderen Zuhörer, ausserdem kannte er sehr viel weniger Lieder als ich, eine Schande. ;-)

Värttinä sind dafür bekannt, dass das Publikum innerhalb kürzester Zeit die Gabe entwickelt, Finnisch mitsingen zu können, und auf 7/6(oder so?)-Takt zu tanzen. Letzteres wurde ein wenig durch die Räumlichkeiten eingeschränkt, weil die Leute sich im Hauptsaal total nach vorne drängten, ich war zum Glück auf der Galerie, wo so viel Platz war, dass die Frauen um mich rum getrost in einen Tranceartigen Rhythmus verfallen konnten. In einer Kritik habe ich mal gelesen, dass auf einem Festival alle Kinder weg und auf die Bühne gerannt sein sollen, als Värttinä anfingen... Nordische Zauberinnen halt... ;-)

Das mit dem Nordischen Zauber ist natürlich ihr Hauptimage, die meisten Liedtexte gehen um unabhängige Frauen, die den strohköpfigen Männern zeigen, wós langgeht, oder es sind alte Schutzgedichte gegen Gift oder Krankheit ("Aijö", das Lied gegen Gift, ist das krasseste). Zwei meiner Lieblingslieder haben sie meiner Meinung nach zu poppig gespielt, ruhig wie auf der CD waren sie irgendwie beeindruckender. Es kam viel von den zwei letzten Alben "Iki" und "Vihma", ausserdem der Dauerbrenner "Mie Taihon Tansia", und noch ein paar (z.T. sehr interessante), die ich noch nicht kannte.

Natürlich war es viel zu schnell zuende, und das Publikum wollte endlos Zugaben. Ich weiss nicht, ob ihnen nix mehr einfiel, aber das am Ende klang wie ein Kinderlied: Sie kamen noch mal raus, und kündigten an, sie würden noch mal was singen, aber nur, wenn sie aus dem Publikum ein paar T-Shirts zum damit Winken ausgeliehen bekämen... Erst passierte nix, aber irgendwie bekamen sie dann innerhalb von Sekunden einen netten Kleiderstapel an den Kopf geworfen, hauptsächlich von den männlichen Fans der Sängerinnen... :-) Wobei der ziemlich junge Schlagzeuger auch extrem gut angekommen ist, mit seinem Mega-Solo, das anfangs wie ein Gewitter klang. Der Bassgeigenspieler hatte auch ein paar Lacher, als er wollte, dass sie Leute sein Solo mitsingen oder so; ich fand eigentlich den Geiger am besten, von dem man irgendwie zu wenig gehört hat.

Das war noch nicht alles musikalische in dieser Woche: Es wäre fies zu sagen, dass sie besser waren, als Värttinä, aber in ihrem unerwarteten Kontext gefielen mir die zwei singende Teenager auf Karlsbrücke fast besser. Die Mädchen wollten gar kein Geld, sie sind nur Hand in Hand spazieren gegangen, und haben sich unterhalten. Vielleicht sind sie zusammen im selben Chor oder so, auf jeden Fall fingen sie immer zwischen ihrem normalen Gespräch scheinbar spontan und völlig beiläufig an, zweistimmig vor sich hin zu singen. Ich bin ihnen auf der Länge der Brücke gefolgt, bis sie am Ende der Brücke irgendwo abgebogen sind, schon wieder zwei Stars an die Topologie verloren. Hätten auch auf das Festival gepasst, da hat sich auch eine Jugendliche mit Gitarre zwischen zwei Bands auf die Bühne getraut, und zwei nette naive Liedchen zum Besten gegeben (deren scheinbar witzige Texte ich nicht verstehen konnte).
 
2008-08-26 14:39

 
 27.03. 2004: Essen 3 /\ 
 
In Prag kann man leicht ein gutes Mittagessen fuer umgerechnet 2-3 Euro kriegen, ein Essen + Bier im Restaurant gibt es schon für 5 Euro pro Mund (ausserhalb der Touristenfallen). Beispiele:

- In der neuen Cafeteria im UG der Malostranska MFF hat man an jedem Werktag 3 verschiedene kleine Gerichte für je 30-50 Kronen zur Auswahl, außderdem 1 Tagessuppe und 1 Nachtisch. Preise wie in der Saarbrücker Mensa, allerdings gibt es eine Bedienung, und die Atmosphäre ist x-mal schöner! (Psst: Man braucht dort keinen Studentenausweis vorzeigen...)

- An der Tram-Haltestelle Újezd (Malá Strana) ist das Restaurant ©vejk mit Zeichnungen der gleichnamigen Figur an der Wand, abends kriegt man da noch einen Zieharmonika-Opa inklusive zu seinen Knödeln, mit dem sich die Touristinnen unbedingt photographieren lassen wollen. Tschechische Küche ab 5 Euro, tendiert schon zum Touristenrestaurant, aber geht noch.

- An der Metro-Haltestelle Narodní Divadlo gibt es, gegenüber des Theaters und mit Blick Richtung Moldau, ein "trés chique"s Restaurant namens Slavia. Ist zwar auch 'ne Touristenfalle, aber wenigstens eine stilvolle.

- Wenn es kein Restaurant sein braucht, geht man zu einem der netten billigen
Imbisse wie z.B. dem Snack City an der Haltestelle Narodni Tøida, wo es alles gibt von Gyros über Hamburger, Salat, Hühnchen, Sandwiches bis hin zu dicken Pommes, dazu alle nur erdenklichen Getränke, und das für 30-90 Kronen je nach Menue. Nicht teurer als MacDoof, mehr Auswahl, schmeckt besser, und man kriegt das Essen innerhalb von ein paar Minuten zum Hieressen an den Tisch gebracht, oder zum Mitnehmen verpackt. Den vollständigen Satz, was "Zum Mitnehmen" auf Tschechisch hiess, weiss ich nicht mehr, auf jeden Fall war der sinntragende Teil "s sebou"; "hier" heisst "tady".

- Ansonsten ziehen die meisten U-Bahnstationen viele kleine Händler mit Ständen an, auch Kaffeeautomaten und Selbstbedienungsrestaurants (Jídelna) findet man dort bzw. in der Umgebung (z.B. I.P.Pavlova).
 
2008-08-26 14:39

 
 27.03. 2004: Einkaufen 3 /\ 
 
Im Prager Zentrum gibt es mehrere unzusammenhängend über die Stadt verteilte Einkaufszentren, Passagen und Fussgängerzonen. Hier ein Vorschlag eines möglichst zusammenhängenden Weges, wie man seinen "Shopping-Spree" optimieren kann, beginnend am Namìstí Republiky bis runter zu Anïel:

Das Kaufhaus Kotva (Anker) sieht man von der Metrostation Namìstí Republiky, wenn man ein paar Schritte Richtung Norden weitergeht. Im Kotva gibt es irgendwie "alles": Nicht nur Mode, sondern auch Werkzeug, Schreibwaren, Spielwaren, Sportartikel... Wenn man am Ende noch 10 Kronen übrig hat, kann man sich dafür in einem der oberen Stockwerke hinter das Steuer einer Modelleisenbahn setzen. Wenn man 25Kè übrig hat, kann man sich am Imbiss eine Pizza oder einen Sma¾ení Sýr (die tschechische Antwort auf den Cheeseburger) kaufen. In der Straße hinter dem Kotva (Benediktská?) ist der internationale CD-Laden Pohodli.

Vom Namìstí Republiky kann man zu Fuß weiter in die Fußgängerzone, die beim Obecní Dùm und Pulverturm Pra¹ná Brána anfängt: Hier könnte man linksrum direkt die Na Pøikopì runter zum Mùstek gehen, wenn man die extrem touristischen Ecken auslassen will. Geht man stattdessen rechts die Celetná runter, gelangt man direkt zum Staromìstské Namìstí, hierlang wird's teurer.

Von den Ständen am Staromìstské Námìstí kann man einen Abstecher nach Norden in den Jugenstil Boulevard Pari¹ská machen, die eher teurere Geschäfte beherbergt (Parfum und Mode und so). Alternativ kann man vom Staromìstské Námìstí auch in die entgegengesetzte Richtung, d.h. genau gegenüber des Orlojs eine der beiden Gassen runter, und dort in die Ko¾ná abbiegen, wo man in einem hübschen Ritter-Fachgeschäft die Ritterrüstung oder das Schwert seiner Träume kaufen kann. Oder so. :-)
Wenn man dann schon mal in der Gegend der Zelezná ist, geht man weiter zu dem schönen täglichen Markt in der kreuzenden Havelská. In der nächsten Orthogonalstraße, Rytiøská, befindet sich übrigens "der" Gothic-Laden in Prag, wo man hauptsächlich Silberschmuck, aber auch das Buch von diesem La Vey-Typen kaufen kann, dessen Namen ich im Interesse meiner Google-Klassifizierung nicht nennen werde. ;-) Anscheinend wird er von einer Deutschen geführt: http://www.hexe-svara.net

Von der Rytiøská kommt man entweder über die Fussgängerzone Na Mùstku zurück zum Mùstek, oder man geht weiter vorbei am Stavovské Divadlo (Ständetheater) zum Ovocní Trh, wo es einen Eingang zur Einkaufspassage Myslbek gibt. Da kann man durchgehen, auf der anderen Seite des Häuserblocks kommt man wieder in der Fußgängerzone Na Pøikopì raus, genau zwischen Pra¹na Brána und Mu¹stek; für den Rundgang Richtung Mùstek weiter, so kommt man u.a. an den Einkaufspassagen Slovanský Dùm, Broadway, und Èerna Rù¾e vorbei; dann ist man zurück an der zentralen Metrostation Mùstek.

[Hier am Mùstek findet zur Zeit gerade ein Weihnachts-- äh, Ostermarkt statt. Der einzige Unterschied sind traditionell unessbare Ostereier ("Kraslice") statt Christbaumschmuck. Ausserdem bretterte da heute der Prager Halbmaraton durch -- das komplette Vorfeld nur Afrikaner!] :-)

Wenn man am Mùstek ist, geht man gleich weiter zum Vaclavské Namìstí: Dort sind bis runter zum Muzeum auf beiden Straßenseiten viele Geschäfte, angefangen gleich an der Ecke zu Na Pøikopì das Kaufhaus Koruna, mit dem riesigen CD-Laden Bontonland im UG. Ausser sich Musik, DVDs und Poster kaufen, kann man sich dort aktuelle CDs kostenlos an St:anden anhören -- man hat also keine Ausrede mehr, man würde keine tschechische Musik kennen... ;-J In Tschechien produzierte CDs kosten nur halb soviel, und ja, Karel Gott lebt auch noch. Im 1. Stock von Koruna gibt es ein "strange"s kahles amerikanisches Cafe, wo man (ausser Kaffee) nur Donuts kaufen kann.

Die sonstigen Geschäfte auf dem Wenzelsplatz sind eher auf Touristen eingestellt, man sollte wohl keine Schnäpchen erwarten. Nützlich sind hier am Mùstek-Ende des Platzes das tschechische Schuhgeschäft Bat'a (Inlandsprodukte = gute Preise), und die zahlreichen Buchläden: Auch die Tschechen mögen Herr der Ringe, Douglas Adams, Terry Pratchett, und Harry Potter. :-) ERASMUS-Studenten sollten am Eingang auf eventuelle Studentenrabatt-Hinweisschilder achten.
In der Mitte des Wenzelsplatzes dehnt sich die Fußgängerzone übrigens auch Richtung Südwest in die Vodièková aus, in der die Eingänge zur Svìtozo-Passage (super Eisladen!) und zur Lucerna-Passage liegen (Kartenvorverkauf für Konzerte, und supercoole "Vaclavs Pferd mal verkehrt"-Statue!). Praktisch gibt es hier an allen Ecken Passagen und Kaufhäuser, das Krone wird allerdings bis Ende April 2004 noch renoviert. Beim Bummeln am Muzeum und der offiziellen Vaclav-Reiterstatue angekommen, geht man noch ins Kaufhaus Bila Labut' ("Weisser Schwan").

Wer am Muzeum noch viel Zeit übrig hat, kann mit der Tram 11 einen Abstecher in die Vinohradská zum schicken Vinohradský Pavilon machen, oder mit der Metro C zur Metrostation I.P.Pavlova, wo es vom Tylovo Nám. bis zur Jeèná auch noch einige Läden gibt (Mode, Elektro, Imbisse). Von der Jeèna kann an die ©tìpanská wieder hoch zum Wenzelsplatz.

Den Wenzelsplatz geht man dann auf der anderen Straßenseite wieder zurück bis zum Mùstek -- wo sich die Fußgängerzone noch Richtung Südwesten fortsetzt: Westlich vom Mùstek ist das östliche Ende der Narodní Tøida, in der sich u.a. ein Antiquariat, Mode, Imbissbuden, "Mobil Bazar"e, Trekking-Läden befinden. Am größten ist hier ein mit Glasfassaden geschmücktes TESCO-Kaufhaus an der Kreuzung. Kaum hat man sich dort an einer Kassenschlange im EG angestellt, kommen fiese Mitarbeiter, und bringen eine Kiste frischgebackene Brötchen, die man dann natürlich auch unbedingt möchte...

Von der Metrostation Narodní Tøida aus fährt man mit der Tram nach Újezd und Hellichová, wo es (leider etwas weiter gestreut) u.a. Antiquitäten, Bücher (auch Noten), Mode, und Sportgeräte (z.B. "Slivka Sport") gibt -- und unnötig viele Jezulatko-Figürchen.

Ist einem zum krönenden Abschluss nach Luxus zumute, fährt man von Újezd mit der Tram Richtung Süden nach Andìl: Dort ist das Novy Smichov, ein niegelnagelneues superriesen Luxus-Kaufhaus, wo es sogar einen extra Laden nur für Schweizer Schokolade gibt (falls man in Prag mal seiner Ovomaltine-Sucht nachgeben muss).

Ein weiteres großes Kaufhaus soll sich an der Metrostation Èerný Most befinden. Schwierig zu erreichen scheint mir die Markthalle Hole¹ovická Tr¾nice, in der Nähe der Metro an der Vltavská. Letztere kenne ich aber noch nicht.

Lebensmittel: Wie mein Vorgänger Ollie empfehle ich den sehr weitverbreiteten Julius Meinl. Albert ist auch nicht schlecht, aber nicht so häufig. Dort photographiert man am besten die Gebäckabteilung, und schickt die Bilder als Postkartenserie an ERASMUS-Studenten in Edinburgh, muhahaha... >;-) Oft ist Kümmel (Kmín) im Brot, was ich als Kümmel-Süchtige für eine sehr gute Idee halte.
 
2008-08-26 14:39

 
 28.03. 2004: Spazieren /\ 
 
Nachdem wir die völlig überflüssige Sommerzeitumstellung des heutigen Tages gut überstanden haben <gähn>, wollten Hanna und ich am Nachmittag herausfinden, was diese riesige grüne Fläche auf dem Stadtplan gegenüber von Josefov darstellt, Letná. Und kaum waren wir da, fiel mir auch wieder ein, wo ich dieses überdimensionierte Metronom gesehen hatte! Es steht nämlich mitten in diesem Park, und ich habe es sicher von der Paøi¹ská in Josefov aus von unten gesehen. Jetzt waren wir also auf der anderen Seite der Moldau, direkt daneben. Von der Nähe ist es ein wenig uncooler, es quietscht nämlich. ;-)

Der Park ist sehr schön zum Spazieren, auch wenn es dort Millionen von Hunden aller Arten gibt -- und Skateboarder, die hier in Ruhe ihre Sprungtricks üben könnne, und dabei in 70% der Fälle hinfliegen. Dann gab es noch was tolles, wir wussten erst gar nicht, was das ist: Ein rundes Holzhäuschen, aus dem extrem altmodische Musik erklang, hin und wieder lief ein Kind hin oder weg. Ein Puppentheater oder ein Stummfilmkino? Erst kapierten wir gar nicht, was wir darin sahen -- ausgestopfte Pferde, antiquarische Spielautos, Schaukelpferde, und Ritterüstungen?? Dann ging die Musik wieder los, und es stellte sich heraus, dass es ein Antiquitäten-Kinderkarusell war! :-o Cool. Daneben gibt es einen Biergarten im Sommer,wo mich Hanna schon hinzuschleppen angekündigt hat.

Ausser Petøin und Letná gibt es nördlicher noch einen Park, Výstavi¹tì, aber das scheint eher das Messegelände zu sein (Výstava + -i¹tì?). Hanna meinte, dort gebe es im Sommer auch Achterbahnen und sowas, ich hab dort nur ein Kinderkarrusell gesehen. Ausserdem sehe ich dort auf dem Stadtplan ein Planetarium! OK, Výstavi¹tì ist mein Ding! :-) Eine Sternwarte gibt es auch, ©tefániková Hvìzdárna auf dem Petøin, wenn es hoffentlich nicht mehr so bewölkt ist, könnte man da mal hin, zur Zeit sieht man alle sichtbaren Planeten.
 
2008-08-26 14:39

 
   
2008.08.26

http://www.ruthless.zathras.de/