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Parodies / Parodien

Der Vampir

Teil 1 - geschrieben von meiner Komiltonin R. Fuchss

Es war einmal vor langer Zeit... an einem grauen Novembermorgen. Es regnete (ach, sagte ich schon, daß die Geschichte in Saarbrücken spielt?). Und es war kalt. Und neblig. Und dementsprechen - gruuuuuuuselig! *zitter*
Ich war auf dem Weg in meine Vorlesung. Welche Vorlesung? Nun, das kann ich aus Sicherheitsgründen nicht verraten. Ich war also auf dem Weg zum Info-Gebäude, das ja bekanntlich außerhalb jeglicher Zivilisation mitten im Wald von Saarbrücken liegt. Als ich näher kam, sah ich das Gebäude vor mir aufragen wie ein mittelalterliches Schloß... Na ja, fast zumindest. Vielleicht doch nicht Mittelalter, sondern eher 70er Jahre - aber egal!
Nach stundenlangem, ermüdenden Marsch (findet endlich mal jemand den Geheimgang?) erreichte ich das Gebäude, öffnete das Tor und wurde sofort umgeben von angenehmer Wärme. Zur Linken führte eine breite Treppe nach oben in den Turm, aber ich ging weiter geradeaus. Nach ein paar Schritten traf ich auf eine Gruppe Kommilitonen (oder sowas... kann man als Coli Informatiker als Kommilitonen bezeichnen? Oder vielleicht doch besser als Leute, die noch mehr spinnen als man selbst? Fragen über Fragen...). Diese beachteten mich aber nicht weiter, sondern hackten weiter auf irgendwelche grauen Kisten ein... und zwar im Stehen! Was Informatiker nicht alles auf sich nehmen, um an einen Farbbildschirm zu kommen - sowas!
Ich ging also weiter. Eine Treppe runter, durch eine Tür hindurch. Endlich war meine Reise zu Ende, ich setzte mich auf die mittelalterlichen Holzbänke und war gerade dabei, mein Schlafdefizit wieder auszugleichen (wer kommt auch auf die Idee, morgens um 7 Uhr 30 Japanisch zu lernen? *seufz*), na ja, da öffnete sich die Tür. Und herein kam ARML3 (oder war es ARML7? Die sind ja nicht auseinanderzuhalten!), seineszeichens Modell 3 aus der Serie der ARML's (Übrigens nicht Ah Err Em El, sondern Ey Ahr Em El! Das klingt einfach besser... *g*). Seltsam - sollte heute bei dieser Vorlesung nicht ARML1 als Assistent anwesend sein? Was konnte ihm zugestossen sein? Nach kurzer Diskussion mit meinen Kommilitonen hatten wir uns auf folgende Möglichkeiten geeinigt, warum diesmal ARML7 bei der Vorlesung dabei war:

  1. ARML1 war zur Reparatur.
  2. Der Prof hatte die beiden ganz schlicht und einfach verwechselt und deshalb den falschen Assi aus dem Schrank geholt.
  3. ARML1 war noch nicht fertig aufgeladen und konnte deshalb frühestens zum Mittagessen wieder eingesetzt werden.
  4. ARML1 waren die schwarzen Klamotten ausgegangen, und die anderen ARML's weigerten sich, ihm mit ihrer Kleidung auszuhelfen.
  5. ARML1 hatte sich wieder einen schweren Fehler auf dem Übungsblatt geleistet und traute sich daher nicht in die Vorlesung, aus Angst, jemand könnte ihm an die Verkabelung gehen.
  6. ARML1 steckte im Schrank fest.
Doch eigentlich interessierte uns das ja alles überhaupt nicht. Schließlich kämpften wir gerade mit rekursiven Buchstaben und griechischen Funktionen! Oder war es andersrum? Ist ja auch egal, nächste Woche würde sowieso alles wieder anders sein...
Aber nach der Vorlesung kamen wir dann doch zu dem Thema zurück. Was konnte ARML1 zugestoßen sein? Wir mußten der Sache auf den Grund gehen! Wer weiß, vielleicht war nur einfach seine Batterie leer, und er stand jetzt im Aufzug und fuhr immer rauf und runter... Eine furchtbare Vorstellung!
Also machten wir uns auf die Suche nach dem goldenen Gral... äh, dem verschollenen Klon. Wo konnte er sein? Zuerst suchten wir im Assi-Schrank, aber erfolglos. ARML2 bis ARML6 waren da, und ARML8 bis ARML379 auch. Keine Spur von ARML1! Also schnell weiter, bevor uns ein Prof erwischte und wissen wollte, was wir am Assi-Schrank zu suchen hatten!
Wir bestiegen also den Aufzug - nein, die Theorie war auch falsch. Hier stand nur ARML7, dem war wohl gerade der Strom ausgegangen...*seufz* Tja, vielleicht doch lieber die Treppe.
Wir erklommen also die Stufen, kämpften uns durch enge Gänge, durch schwere Türen hindurch. Nachdem wir uns mehrmals verlaufen hatten, kamen wir tatsächlich an! Und zwar, ähm, auf dem Dach der Coli! (Juchhu! Der Geheimgang!*g*)
Dort angekommen entdeckten wir eine geheimnisvolle Tür, an der ein Schild mit fast nicht entschlüsselbaren Hieroglyphen hing! Aber wofür ist man denn Sprachwissenschaftler... Wir entzifferten: "Reichsfahrstuhlverordnung" --- gut, daß wir uns entschlossen hatten, die Treppe zu nehmen! Nun ja, wir öffneten also die Tür. Modriger Geruch strömte uns entgegen, und die Temperatur fiel auf einen Schlag in den Keller! (Ich war ans Thermometer gestossen...)
Und plötzlich sahen wir ihn! Das Blut gefror uns in den Adern... Scheinbar waren unsere Vermutungen doch falsch gewesen. Nein, er war nicht geklont. Er war auch kein Roboter. Er war... ein Vampir!
Ende der Geschichte.

PS: Handlung und Personen dieser Geschichte beruhen ausschließlich auf meiner Phantasie. Ich betone: Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt! Und erst recht nicht persönlich gemeint! ;-)

PPS: Fragt mich nicht, was diese Story soll. Sie soll eigentlich gar nichts. Aber der Anfang gefiel mir, den wollte ich nicht mehr löschen. Auch wenn mir leider kein Schluß mehr einfiel...

PPPS: Mit "Anfang" meine ich ungefähr die ersten zwei Zeilen...


Juchhu! Die Seite ist gerade mal drei Tage online, und schon gibt es eine Fortsetzung der Story!
R. Fuchss

 

*************************** TEIL 2 ***************************
************* (ghostgewritten von Ruth Kusterer) *************

Wie versteinert blieben wir bei seinem Anblick stehen. Hielten den Atem an. Wagten nicht mehr, uns zu rühren.
Wie immer trug ARML1 seine schwarze enge Hose und den rituellen schwarzen Assi-Wollrollkragenpulli, doch diesmal hatte er noch zusätzlich einen verräterischen schwarz-rotenen Samtvorhang um die Schultern geschlungen, den er offensichtlich in der Psychologischen Fakultät bei einem wie-werde-ich-am-schnellsten-depressiv-Kursus mitgehen lassen hatte. Eine Ecke des Umhangs war zusammen mit einigen im Dunkel weiss leuchtenden Splittern, die wie glatte Knochen aussahen, in den Zahnrädern des Fahrstuhls verheddert, was sowohl dessen Nichtfunktionieren als auch das Verschwinden diverser Handwerker in den vergangenen 60 Jahren erklärte. Er hatte sich so bekleidet mit seinen Fußzehennägeln an der spinnwebenbehafteten Aufhängung des Fahrstuhls festgekrallt, und hing mit geschlossenen Augen von der Decke.

Schon im Schlaf war der Vampyr furchteinflössend. Doch als er nun langsam seine leuchtdiodenroten Augen öffnete, gelang es ihm mit nur einem gezielt fokusierten Blick, uns so zu lähmen, wie ein zufälliger Stromausfall einen Informatikstudenten lähmt, der Sonntag nachts um 2 mit dem letzten Bus in Todesangst zur Uni gefahren ist, um die ganze Nacht lang in einem der schlechtbeleuchteten muffigen CIP-Räume fahrig und fieberhaft seine Programmieraufgaben zu machen, die er in 1 stunde seinem heiser kichernden Bremser abgeben müsste, wenn sie nicht eben ins Ewige Terminal eingegangen wären.
Doch selbst ein Stromausfall hätte uns jetzt nichts mehr genutzt. Er war ja kein Roboter... Nein, der Vampir hatte uns in die Falle gelockt. Er muss geahnt haben, dass wir seinem düsteren Geheimnis auf die Spur gekommen waren. Und wir waren unter dem vermeintlichen Schutz der Neuen Studienordnung zu unvorsichtig geworden.
Sollte dies unser Ende sein? War es unser Schicksal, einsam und verlassen auf der obersten Etage unseres steilen Fakultätturms, hoch über den Dächern der verwunschenen Uni, einem doofen wissenschaftlich nicht tragbaren Vampyr zum Opfer zu fallen? Würden die kauzigen Phonetiker ein Stock tiefer unsere schaurigen Hilferufe hören, und mit ehrfürchtig zum Himmel aufgeschlagenen Augen murmeln "Oooh Klappe da oben, die versauen mir meine ganzen Aufnahmen"? Würden die Bauarbeiter unserer gedenken, wenn sie im Zuge der Renovierungsarbeiten unsere letzten Blutspuren mit einem fröhlichen seriös-beigen Anstrich übermalten?

Gab es keine Hoffnung mehr? Wie waren wir nur in diese aussichtslose Lage geraten! Dabei hatte damals alles so gut angefangen.

Den anderen Studenten war es zwar anscheinend nicht aufgefallen, dass der Assi ihres ersten Professors dem ihres zweiten so ähnlich sah. Sie schöpften keinen Verdacht, wenn sie ihn regelmässig in seinen schwarzen Kleidern freiwillig mit einer dämonischen Bessenheit die Tafel wischen sahen. Sie achteten nie auf die Tatsache, dass der selbe schwarzgekleidete Assi, der eben in den Fahrstuhl gestiegen war, 5 sekunden später fleissig wie eine Dose Hornissen mit einem Stapel frischgedruckter Skripte um die Ecke geschwirrt kam, und gleichzeitig ergeben am Ende des Flurs stand, und seines Herrn und Meisters Mittagsessenswünsche für die Mensa mitstenographierte. Auch ahnten sie nichts Böses, wenn kreuzförmige Buchstaben wie "t" noch während des Schreibens auf dem Papier oder auf der Tafel zischend in Flammen aufgingen, jedesmal wenn ein ARML mit seinem strahlenden Isoptop-Lächeln den Raum betrat.
Doch spätestens seit in Dudweiler eine schwarze Katze um Mitternacht 42 dreitastige Mäuse geworfen hatte, und immer mehr BWL-Studenten, die eigentlich nur eben mal kurz mit dem Bus Nummer 666 in die Stadt fahren wollten, vermisst gemeldet wurden, wurde zumindest uns CoLis siedendheiss bewusst, dass da irgendetwas seltsames in diesem abgelegenen Teil der Uni vor sich gehen musste.

Schnell fielen von da an unseren aufmerksamen Blicken immer häufiger gewisse unerklärliche Geschehnisse auf, die den anderen anscheinend völlig entgingen.
Wie konnte ein Assi tags wie nachts an mehreren Orten gleichzeitig arbeiten? Schlief er denn nie? Wurden die Assis das Skriptedrucken und Übungsblätterkorrigieren je müde? Warum hatten sie jedesmal, nachdem sie die Fehler auf den Blättern rot angestrichen hatten, Pflaster an ihren Zeigefingern? Lebten sie tatsächlich nur von den konservierungstoffgehärteten Brezeln und dem 3-Komponenten-Kaffee aus dem Automaten im EG? Und -- Warum wurde der Automat nie leer?

An dieser Stelle hatten wir damals zum ersten mal geglaubt, des Rätsels Lösung nahe gekommen zu sein. Die Theorie mit den Assi-Klonen überschnitt sich in gewissen Punkten auf erschreckende Weise mit dem unerklärbar unerschöpflichen Snackautomaten...
Nächte hatten wir damals im Informatikgebäude damit verbracht, unauffällig herauszufinden, welche Zahlenkombination man in den Automaten eintippen musste, damit unten ein Assi-Klon herausfallen würde. Unsere genial vorausgeplante Strategie beinhaltete sogar durch Induktion als funktionstüchtig bewiesene Ablenkungsmanöver, um zufällig vorbeikommende Hygienetechnische Fachkräfte oder Komiltonen abzulenken, die uns mitten in der Nacht in flagranti in einem bunten Haufen aus M&Ms, Milchkaffe, Milka, Schokotörtchen und Twix vor dem Automaten stehend antreffen könnten.
Leider hatten wir dann doch nie die Gelegenheit gehabt, unsere bis zur Perfektion eingeübte Masche abzuziehen, da sich alle vorbeikommenden Informatiker und Putzfrauen jedesmal wortlos aus Gewohnheit hinter dem letzten Snickers in die vermeintliche Schlange vor dem Automaten stellten, und dann im Stehen weiterdösten, was uns immer erlaubte, uns geschickt ohne das geplante "Sieh nur, da hinten machen doch tatsächlich zwei *Hex* im Cip-Pool!!" aus dem Staub zu machen.

Trotz all unserer Mühen konnten wir damals die etwaige richtige Zahlenkombination für den Klon-o-maten, wie wir ihn mit einem Blinzeln nannten, nicht herausfinden, und unsere Klon-Theorie verblieb in dem undurchschaubaren Nirvana zwischen Verifikation und Falsifikation. Hach du scheise isch hätt Schriftsteller wedde solle.

Dann kam die Cyborgtheorie. Es hatte gedauert, bis wir im Zuge unserer unter strengster Geheimhaltung nur langsam ablaufenden Recherchen die mysteriösen Zusammenhänge zum zweiten Mal endgültig durchschaut zu haben glaubten.
Während der lange dürre Vampyr sich hohnlachend vor uns auf den staubbedeckten Boden fallen ließ, nur um sich Sekunden später zu seiner vollen Größe aufzurichten, entschlossen sich auch noch die restlichen kürzlich vergangenen Wochen in böser Vorausahnung, vor meinem geistigen Auge revuezupassieren.
Mit der uns eigenen unübertreffbaren Geschicktheit war es mir und meinen CoLi-Kommiltonen derzeit gelungen, uns an strategisch wichtigen Positionen diverser assoziierter Fakultäten einzuschleichen, und unauffällige aber nichttriviale Hiwijobs anzunehmen.
So war es ein leichtes für uns, uns unter irgendwelchen niet-und-nagelfesten Vorwänden langsam aber sicher immer näher an das Sanctus Sanctorum der Info-Profs vorzuarbeiten. Die grauenvollen Dinge, die wir dort in den Assi-Schränken erblicken mussten, möchte ich dem geneigten Leser nur zu gerne ersparen. Aber mein Psychotherapeut sowie mein Verleger waren der Meinung, dass es "eine positive Auswirkung auf die finanziellen" (O-Ton Verleger) bzw "finanziellen" (O-Ton Psychotherapeut) "Aspekte meines zukünftigen Lebens haben würde, die traumatischen Erlebnisse in Buchform zu verarbeiten."

Nun, die Cyborgtheorie entstand also, kurze Zeit nachdem wir zum erstenmal einem Assi im Fahrstuhl begegneten, der eine der Kleinen Mysteriösen Kühlboxen trug. Zuerst hätte er uns fast von seiner Fährte abgebracht, in dem er uns hinterlistig auf das gedruckte, an der Kleinen Mysteriösen Kühlbox befestigte Etikett verwies, auf dem "Diese Kiste enthält NICHT den Kopf eines Menschen" stand.
Erst als sich ein Teil der Informatischen Fakultät in die Gebäude der ehemaligen Betriebswirtschaftlichen Fakultät auslagerte, da letztere wegen plötzlichen Mangels an Studenten geschlossen wurde, und kurz darauf bei Bauarbeiten hinter dem InfoBau viele kopflose Skelette und verkohlte Überreste von BWL-Büchern zu Tage kamen, entsannten wir uns der seltsamen Vorkommnisse, die in letzter Zeit im Zusammenhang mit den 666er-Bussen geschehen waren -- und zogen stillschweigend jeder den selben Schluss, während wir uns wortlos wissend anblickten.

Doch gerade jetzt, wo der grinsende Ober-Vampyr vor uns langsam seine langen spitzen Zähne ausfuhr, um uns regungslos erstarrt herumstehenden CoLis in den Hals zu beissen, unser Blut auszusaugen, und uns zu einem weiteren schwarzgekleideten, arbeitsergebenen, nerdigen Infoprof-Assi-Zombie-Vampyr zu verwandeln, klingelte sein Scall, was ihn zu einer reflexartigen Bewegung in Richtung seiner Hosentasche und einem ebenso reflexartigen eleganten halbeingedrehten Sidestep veranlasste, der aussagte, "Moooment! Ich werde gleich wieder für euch niedere Wesen zu sprechen sein, ich habe mich gerade um wichtigere Geschäfte zu kümmern", der gleichzeitig zur Folge hatte, dass er über den immer noch im Zahnradgetriebe des Fahrstuhlschachtes festklemmenden Teil seines Umhangs stolperte, und, mit den Armen wild in der Luft rudernd, mit einem Phonetiker an allen existierenden Lauttheorien zweifelnd machenden Schrei in den endlos tief scheinenden Fahrstuhlschacht stürzte, woraufhin der Bann-Zauber unterbrochen und wir befreit waren, was wir sofort dazu nutzen, ihm mutigst von oben die schlimmsten CoLi-Flüche nachzurufen, die uns einfielen ("Flachparser!!!"), bis er unten von einem rein zufällig wie von Thorsten B. korrekt vorherberechnet am Fusse des Schachtes stehenden Holzpfahles aufgespiesst wurde.

Unfassbar!

Wir waren tatsächlich gerettet!

Der Obervampyr war außer Gefecht gesetzt, und somit waren alle Assis wieder in ihr ursprüngliches ödes BWLertum zurückverwandelt, und Lafontaine trat noch am selben Tag von seinem Amt zurück.

Dies war ein wirklich einschneidendes Erlebnis in unserem derzeitigen Zweitsemester-Studentenleben, das uns und unsere Mitmenschen verständlicherwiese vielleicht nicht ganz unverändert ließ.
Großer Jubel brach nun aus unter den Studenten allerorts ob unserer heroischen Tat. Begeistert lächelnde, uns an der Treppe mit leuchtenden Augen entgegenströmende Infoprofs luden uns spontan zu ein paar Kannen roten Tees und einer kleinen privaten Siegesfeier im Infobau ein, an deren weiteren Verlauf ich mich jetzt aber nicht mehr so genau erinnern kann.
Da wir jedoch eigentlich kein großes Aufsehen um unsere nun berühmte Person machen wollten, kamen wir am nächsten Morgen alle zu der Übereinkunft, dass wir uns in Zukunft am besten unauffällig schwarz kleiden sollten, so dass wir ohne störende Groupieüberfälle den netten und liebenswerten Infoprofs ihre Skripte bringen, die Tafel wischen oder zum Mittagessen ein paar frische BWLer aus der Busfalle ernten konnten. Abends würden wir dann, etwas müde vom täglichen Übungsblattkorrigieren, leise und ungehört über den stockfinsteren Campus heim in den Fahrstuhlschacht schleichen, und uns erleichtert kopfüber an die gemütlichen Verstrebungen hängen.

Ja, das leben ist angenehm als Computerlinguistik-Student in Saarbrücken. Und wenn Sie, verehrter Leser, mal an diesem winzigen aber schönen Städtchen vorbeikommen sollten, zögern sie nicht, einen kleinen Abstecher in den Stadtwald zu machen (ignorieren Sie einfach die polizeiliche Sperrung, die hat nichts zu bedeuten), und unsere wunderschön gelegene Universität zu besuchen.

Wer einmal da war, will nie wieder gehen.

Hoho hoho hooo.

 
   
2008.08.26

http://www.ruthless.zathras.de/