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Elfen, Elbe und Albe

Vorwort: Wie der Begriff "Fantasy" schon andeutet, hängt bei Fantasy-Geschichten die Definition der vorkommenden Wesen vom Einfallsreichtum des Autors ab. Es gibt keine offiziellen festen Regeln für die Fantasy-Figuren, auch wenn gleiche Namen benutzt werden. Hier also meine, aus Sagen und Grimms Märchen gesammelten "Definitionen" der bekanntesten Naturgeister und Rollenspielfiguren.

Elbische Wesen (Übersicht, Details): Alb, Alberich, Alfenfuß, Bachgeist, Bergmannli, Bobbele, Bug, Cauchemar, Drude, Drudenei, Drudenfuß, Ent, Elb, elbische Wesen, Elfen, Erlkönig, Gartenzwerg, Goblin, Heinzel, Heinzelmännchen, Klabauter, Kobold, Kobalt, Leprechaun, Mar/Mahr, Männlein, Najade, Nibelungen, Nick, Nightmare, Nisse, Nixe/Nix, Nöck, Old Scratch, Old Nick, Poltergeist, Rauhmann, Rübezahl, Schlumpf, Santa Claus, Schrat (Feldschrat, Wiesenschrat, Nachtschrat, Bergschrat, Waldschrat) Schwanenhemd, der Schwarze Mann, Toggeli, Tomte, Trude, Undine, Unterirdische, Walther, Wassermann, Wechselbalg, Wichtel, Zwerg. Sonstige Fantasy-Wesen: Alraun, Banshee, Behemot, Bertha, Delberin, die Disen, Drache, Fafnir, Fata Morgana, Fee, Golem, Gnom, Frau Holle, Huldrevolk, Hydra, die Jöten, Jormungandr, Leviathan, Lindwurm, Long, Morgana, Morgan Le Fey, Morrigan, Naga, die Nornen, Nymphe, Oger, Perchta, Riese, Salamander, Skuld, Sträggele, Sylphe, die Thursen, Troll/Trollkona, Türst, Trollkarl/Trollkvinna, Urdr, Verdandi, Walküre, Wütis Heer, Die Wilde Jagd.

Wortbedeutung "elbisch"

    " weine nur, so wirst du schmelzen / bald ein leichtes elfchen sein "
  • Naturgeister: Der Begriff "Elb" stammt als Übersetzung von den Gebrüdern Grimm, weil das eigentliche deutsche Wort "der Alb" wohl schon veraltet war, und langsam vom englischen "Elf" überrannt wurde. Sie benutzen "elbisch" als Oberbegriff für alle Naturgeister, es konnte aber auch "verwirrt" im Sinne von "besessen" bedeuten.
  • Die Etymologie ist ein wenig wirr, alte und neue Versionen des Wortes existierten nebeneinander, und wurden dann auf unterschiedliche Nuancen der eigentlichen Wortbedeutung festgelegt. D.h. eigentlich war Alb = Alv/f = Elb = Elf, aber praktisch werden heutzutage unter Elfen die englischen mit den spitzen Ohren verstanden, die Alver/Alfer leben in Skandinavien, die Albe sind die Dunkelelbe, und die Elbe sind meistens die Lichtelbe, oder das Wort wird als Oberbegriff wie "elbisch" genutzt.
  • Die Weißen: Alb hat laut Grimm einerseits etwas mit lateinisch albus (weiß => Lichtgeist) zu tun. Und andererseits auch mit den Alpen, die mit weissem Schnee bedeckten Berge, deren Almen vielleicht die ersten Wohnorte der Naturgeister waren. Drittens sehen die Gebrüder Grimm einen Zusammenhang zu Alpis oder Elbes, einem sehr alten deutschen Wort für Schwan (der ja auch weiss und ein wenig abgehoben ist), siehe auch Schwanenhemd.

Etymologie anderer elbischer Namen

Für archaische Naturgeister und elbische Wesen gibt es außer Elb noch zahlreiche andere Namen aus unterschiedlichen Dialekten und Gegenden.

  • der Schrat: Naturgeist. Altnordisch Skratti, mittelhochdeutsch Schrat, westslawisch Skrzat/Skrzak, süddeutsch Schrätteli, englisch Old Scratch. Die Wortherkunft ist unbekannt.
  • die Drude oder die Trude: Germanisches weibliches Zauberwesen. Hat etymologisch nichts mit dem keltischen "Druiden" zu tun, sondern eher mit einer mit Geheimnissen "vertrauten".
  • das oder der Wichtel: Mittelhochdeutsch allgemein für "kleines Lebewesen, kleines Ding". Auch heute noch wird "armer" oder "erbärmlicher Wicht" verwendet.
  • der Zwerg: Altnordische Bezeichnung für kleinen Erdgeist, später auch scherzhaft oder beleidigend für Kinder und kleingewachsene Lebewesen allgemein benutzt.
  • die oder der Mahr / Mar / Mart: Mittelhochdeutsch und altnordisch. Ein eher norddeutscher männlicher oder weiblicher Nachtgeist, auch in Frankreich als Cauchemar und in England als Nightmare bekannt. Hat nichts mit "Mähre" (Stute) oder "Märchen" zu tun.
  • der Kobold: Bedeutung unklar. Die Gebrüder Grimm halten den Kobold für einen archaischen Hausgott, der "Kobwalt" gehiessen haben könnte. Der Koben (heute Dialektwort für Stall) bedeutete früher allgemein ein "Häuschen" und "sicheres Dach überm Kopf", also das Zentrum des Wohnlebens, wo nicht nur Haustiere sondern auch der Hausaltar und der Herd stehen. Walten kennt man heute noch von "verwalten" und "Gewalt", es bedeutet "regieren" oder "sich drum kümmern".
  • die Nymphe: Entsprechende Naturgeister im griechisch-römischen Kulturkreis. Sie hielten sich in Wäldern, Gewässern, Bergen, Tä:lern und Wiesen auf.

Wie die verschiedenen Varianten des Wortes Alb/Elb haben auch diese Dialektworte langsam unterschiedliche Spezialbedeutungen angenommen, so dass es einerseits scheinbar viele verschiedene Wesen sind. Sie alle haben aber andererseits auch auffällige Gemeinsamkeiten, was ich so interpretiere, dass sie alle im Grunde elbische Wesen sind.

Gemeinsamkeiten elbischer Wesen

  • Charakter: Grundsätzlich waren elbische Wesen weder völlig gut noch völlig böse, sondern jedes war launisch und wechselhaft wie die Natur! Ein Elb kann einerseits die personifizierte Hilfsbereitschaft sein, aber kränkt man ihn, bekommt man den Fluch seine fürchterliche Rache zu spüren. Ein Alb lässt hingegen gerne seine Späße und Launen an Menschen aus, aber er kann Menschen ebenso spontan durch seinen Segen vor Schicksalsschlägen bewahren. Ihre Schätze und Geschenke (Gold, Erdöl) können segenbringend oder verflucht sein (z.B. Ring des Nibelungen).
  • Aussehen: Lichtelbe werden als klein wie Kinder oder als zierliche Jugendliche betrachtet, gleichzeitig strahlen sie eine der scheinbaren Jugend unangemessene Weisheit und Erfahrung aus. Dunkelelbe erscheinen als alte Männlein oder Weiblein, wild, dürr, struppig, zottelig, gesichtslos oder frech grinsend. Elbische Wesen sehen zwar aus wie Menschen, haben aber im Gegensatz zu ihnen keine Seele und sind feinstofflich ("hohl"). Die meisten Naturelbe sind übrigens nackt, mit Häusern assoziierte Elbe tragen oft Mützen.
  • Alter: Obwohl sie jugendlich schön sind, werden Elbe sehr alt, was man an der Erfahrung in ihren Augen sehen kann. Albe und Zwerge zeigen ihr hohes Alter und auch ihre Häßlichkeiten offen, dafür benehmen diese sich eher kindisch impulsiv. Womöglich passen sie ihr Aussehen der Situation an, je nach dem, ob sie Menschen eher abschrecken oder besänftigen wollen?
  • Flügel und Füße: Einige Elbe tarnen sich beim Fliegen als Schmetterlinge. In anderen Sagen wird erwähnt, dass elbische Wesen ihren Gleitflug mit Hilfe eines Schwanenhemdes steuern, d.h. Flügel aus Schwanenfedern. Passend dazu haben elbische Wesen auch Plattfüsse wie Schwäne, allerdings zeigen sie ihre Füße ungern her. Zwei solche dreieckige Fußabdrücke übereinander ergeben übrigens ein Fünfeck (Pentagramm = Drudenfuß = Alfenfuß), ein altes Schutzsymbol! [Entstehung in der unglaublich tollen Graphik demonstriert.] Der Kreis zwischen Schwan und Elb schließt sich wieder bei dem veralteten Namen Alpis/Elbes für Schwan.
  • Fähigkeiten: Elbische Wesen sind weise und handwerklich sehr geschickt, sie sind hauptsächlich Schmiede, Bergarbeiter, Weberinnen, Stickerinnen, Seefahrer, Schuhmacher, Bäcker, etc -- sie lehrten die Menschen diese Zivilisationstechniken. Wegen ihrer Feinstofflichkeit können sie gleitfliegen und auf Schnee laufen (schön zu sehen bei Legolas im 'Herr der Ringe'-Film). Sie verstecken sich in schmalsten Steinritzen oder sogar in der Erde, und dringen problemlos durch Schlüssellöcher und Spalten in Häuser ein. Sie haben große Naturkräfte, die Krankheit und Gesundheit, Wachstum und Verderben steuern können, und wo sie tanzten, sprießen danach Pflanzen oder Pilze in ihre Fußspuren [Pilze wachsen auffällig ringfömig, als sogenannter Hexering].
  • Geben und Nehmen: Die Menschen erfahren die Beweggründe der Naturgeister nie, sondern leben auf dem schmalen Grat zwischen hilfreichen Geschenken und schädlichen Wutanfällen. Wenn der Mensch Elbe verfolgt oder versucht, sie nach menschlichen Maßstäben auszuzahlen (durch Geld oder wertvolle Gegengeschenke wie z.B. Schuhe und Kleider), reagieren sie schwer gekränkt. Es gibt nur zwei Gaben, die die Elbe von den Menschen als Erinnerung an deren bloße Duldung fordern:
    1. Respektiert und in Frieden gelassen zu werden; d.h. kein Lärm, keine Beobachtung, keine Verfolgung.
    2. Eine Untertasse voll Milch mit Haferflocken, Brotkrümel, oder eine Käserinde als regelmäßige Bezahlung für die Mitbenutzung ihres Aufenthaltsortes (eine rein symbolische Bezahlung, denn Menschen haben nichts, was Elbe benötigen).
    Früher (9./10. Jahrhundert) wurden den Alben noch Tieropfer an ihren jeweiligen Aufenthaltsorten dargebracht, diese nannte man Alfablot.
  • Aufenthaltsort: Alle elbischen Wesen sind mit etwas verbunden, mit einem Ort, einem Gegenstand oder einer Pflanze. Dadurch treten sie konkret in unterschiedlichen Gestalten auf.

Unterschiede elbischer Wesen

Es gibt Dunkelelben und Lichtelben, auch Albe und Elbe genannt, was, wie oben schon erklärt, nicht bedeutet, dass Elbe "gut" und Albe "böse" seien. Diese Liste ist (willkürlich) nach den Orten sortiert, mit denen sie verbunden sind. Alle Elbe haben dementsprechend auch besondere Namen, und jeder hat spezielle positive und negative Eigenschaften.

Lichtelben:

Elemente: Wind und (Herd)Feuer
Licht
" so zanken sie zu aller elfen schrecken / die sich geduckt in eichelnäpfe stecken "
  • Namen: der Elb/Lichtelb, die Elbin/Lichtelbin, der Wiesenschrat, der Feldschrat
  • Wohnort: Sonnige Orte, in Blumen, zwischen Feldsteinen, in Hügeln
  • Erkennungszeichen: Betörende Tänze, Musik und Gesänge, Hexenringe (Pilze oder Pflanzen, die auffällig im Kreis wachsen).
  • Positiv: Ist den Menschen eher freundlich gesinnt, ignoriert sie aber im Allgemeinen; ist gesellig (so wie Blumen gerne in Gruppen stehen), mag Musik und Tanz; lässt Pflanzen wachsen und beschenkt Menschen je nach Laune mit Früchten.
  • Negativ: Verführt junge Menschen; kann in Gestalt von Schmetterlingen Milch/Butter verderben; rächt sich bei Kränkung unerwartet rabiat.

Haus

" war je ein kobold lobenswerth / so war es dieser hier: er stund für stall und herd / doch durfte man durch spott es nicht mit ihm verderben / sonst folgten schläge beulen scherben "
  • Namen: Kobold, Poltergeist, Walther (= "Hausverwalter"), Heinzel (Heinrich), Wichtel, Leprechaun (Irland), Bobbele (Schwaben), Tomte (Schweden), Nisse (Skandinavien), Gartenzwerg
  • Wohnort: Haus, Herd, Bauernhof/Garten, Werkstatt, Stall, Geräte, Maschinen
  • Erkennungszeichen: Schlägt gerne Purzelbäume; knarrt, knistert und kichert; graugrüne Mönchskapuze.
  • Positiv: Beschützt Vieh, Familie und Hof; stellt unbeobachtet wunderschöne Produkte her; vermehrt Geld und Vorräte; flüstert schlaue Ideen ein und verrät die Zukunft; repariert Schäden.
  • Negativ: Bringt Krankheit und Unglück über Hof und Handwerk, indem er seinen Ort im Stich lässt, Milch wird dann in der Kuh sauer; bei Verärgerung beschädigt er Geräte, zerbricht Geschirr, schubst Menschen; stiehlt oder versteckt Sachen, dreht Schilder um; macht Lärm.

Wald

" das schrattel sei ain claines chint, und sei als ring [frei] als der wint, und sei ein verzweivelter gaist. "
  • Namen: Waldschrat, Ent (nur bei Tolkien), Schlumpf (nur in Belgien), Old Scratch? (USA)
  • Wohnort: Im Wald, in Bäumen, in Pilzen.
  • Erkennungszeichen: Bart aus Moos, Arme wie Äste, Füße wie Wurzeln, Finger wie Zweige. Nachdenklich und gelassen. Die ähnlich beschriebenen Ents bei Tolkien sind besonders alt, groß und stark. Schlümpfe sind eine Ausnahme, weil kindlich, klein und blau.
  • Positiv: Schützt wie ein Hirte den Wald und die Wanderer darin; lässt Früchte, Nüsse, Beeren und Pilze wachsen.
  • Negativ: Vertreibt Eindringlinge aus seinem Wald; verbreitet unheimliche Stimmung, Beklemmung, Panik.

Dunkelelben

Elemente: Wasser und Erde

Dunkelheit

" schrättele ... truck und angst im schlaaff, wenn einer im schlaaff nit mag den athem nehmen... "
  • Namen: der Alb; der Schwarze Mann; die Drude/Trude; das Schrättele, der Nachtschrat, das Nachtmännlein; die oder der Mar/Mart/Mahr/Albmahr/Nachtmahr, Cauchemar (Frankreich), Nightmare (England); das Toggeli (Schweiz)
  • Wohnort: In Schatten, in Träumen, im Drudenbaum im dunklen Wald, in dunklen Höhlen.
  • Erkennungszeichen: Scheint unfassbar gesichts- und gestaltlos, wie ein schwarzes Monster oder "der schwarze Mann" unterm Bett. Kommt durchs Schlüsselloch. Lässt sich vertreiben, wenn man seinen wahren Namen nennt [d.h. sobald man die Sorge, die den Albtraum auslöst, erkennt], oder indem man ihn mit dem Spruch "Komm morgen und leih dir was" zur Aufdeckung seiner Identität zwingt.
  • Positiv: Bringt Schutz und magische Hilfe, wenn er durch das Pentagramm-Symbol (Drudenfuß/Alfenfuß) beschworen wurde.
    " schlaf, büble, schlaf / die mutter gibt acht / dasz die trud dich nit drückt / und der alp nit erstickt "
  • Negativ: Setzt sich auf die Brust von Schlafenden und drückt sie, so dass diese sich nicht rühren und nicht schreien können, fast ersticken und panisch aufwachen [Albtraum durch Albdruck]. Verfolgt und überfällt hohnlachend Wanderer, reitet auf ihren Schultern, erzeugt Beklemmung und Rückenschmerzen, und lässt die Beine der panisch fliehenden zu Blei werden [Schlafparalyse, Hexenschuss/Albschuss, Muskelkater]. Sie stehlen Kinder und Eier [Wechselbalg, Drudenei]. Die Drude verwandelt Kinder in Holzscheite und wirft sie ins Feuer.

Erde

  • Namen: der Zwerg, der Bergschrat, der Kobalt (sic), die Unterirdischen, Johannes, das Bergmannli, der Goblin (England, Frankreich)
  • Wohnort: unterirdisch, in Minen, zwischen Steinen, auf Bergen
  • Erkennungszeichen: Gebücktes, krummes, bärtiges, scheinbar altes dürres Männlein oder Weiblein.
  • Positiv: Sammelt Schätze; bringt Reichtum; stellt besonders gute Schwerter und Werkzeuge her (Schmied).
  • Negativ: Stört Bergarbeiter; verbreitet Angst; erschreckt Schwangere und junge Mütter; stiehlt Kinder, Schätze und Ernte.

Wasser

" Es tönt des Nöcken Harfenschall / Da steht der wilde Wasserfall / Umschwebt mit Schaum und Wogen / Den Nöck im Regenbogen / Die Bäume neigen / Sich tief und schweigen / Und athmend horcht die Nachtigall ... "
  • Namen: Der Bachgeist, der Rauhmann, der Wassermann, Undine, die Nixe, der Nix, der Nick/Nöck, Najade (Altes Griechenland), Old Nick? (USA)
  • Wohnort: Bäche, Quellen, Seen
  • Erkennungszeichen: Kämmt sein langes gelbes Haar am Ufer. Er singt, um eine Seele zu bekommen.
  • Positiv: Erfüllt dem einen Wunsch, der den Fluß fünf Minuten bewegungslos schweigend ansehen kann; zeigt den Tod eines Menschen durch Wind und Jaulen.
  • Negativ: Verursacht Tod durch Ertrinken: Trübt Wasser, so dass tiefe Stellen übersehen werden; lockt Leute ins Wasser oder lässt sie orientierungslos werden. [Hypnose durch das Anstarren des fließenden Wassers?]

Schiff

  • Namen: Klabauter
  • Wohnort: Schiff in der Nordsee
  • Erkennungszeichen: Er "klabastert", d.h. er poltert, trampelt und stößt Sachen um. Er wohnt in der Galeonsfigur.
  • Positiv: Hält Ritzen im Schiff zu; schützt vor Krankheit, Stürmen und Klippen.
  • Negativ: Knarrt im Gebälk, flackert mit den Segeln, ärgert Seeleute, beschädigt Dinge.

Computer

" Serious error / All shortcuts have disappeared / Screen, mind, both are blank. "
  • Namen: the Bug
  • Wohnort: in Computerprogrammen und Hardware
  • Erkennungszeichen:Kernel Panic, Bluescreen-of-Death, "Bitte Warten"-Cursor (Sanduhr- oder Armbanduhr-Symbol), Bombensymbol, Sad-Mac-Symbol, Einfrieren des Rechners.
  • Positiv: Flüstert Menschen neue kreative Ideen ein
  • Negativ: Unterbricht den Lauf von Programmen; verfälscht Ergebnisse; ärgert Menschen: verändert Konfigurationen, frisst Lesezeichen, macht Tippfehler in Dateien oder verschiebt sie.

The Bug habe ich eigenmächtig hinzugefügt -- ich sehe keinen Grund, warum man die Liste nicht aktuell halten sollte! ;-P

Christianisierung elbischer Wesen

Eine weitere Gemeinsamkeit aller elbischen Wesen ist ihr Schicksal nach der Christianisierung Europas. Ein Teil, namentlich die Elbe, Zwerge und Wichtel, wurde komplett zu lächerlichen schwachen schmetterlingsartigen Blümchen-Hippies oder Gartenzwergen degradiert. Der andere Teil, also die Kobolde, Old Nick und Old Scratch, die Albe, und Druden, wurde zu gleichermaßen ignorierungswürdigen gefährlichen Dämonen und Teufeln erklärt. Die Erinnerung an ihre eigentlich launische zwiespältige Natur (Großzügigkeit versus schadenfrohe Scherze) ging dadurch größtenteils verloren, und manche Darstellungen sind heute sehr einseitig.

Viele Naturgeister wurden in dieser Zeit christianisiert, indem man sie umbenannte. Ein beliebter Name war Nikolaus, Nisse, Klaus, Santa Claus... In der Schweiz gibt es einen sehr alten Brauch, das Klausjagen, wo zum Winterende ein bedächtiger Umzug stattfindet: Männer mit riesigen Laternen auf den Köpfen, Bauersburschen, die mit Peitschen knallen und großen Glocken (Treicheln) läuten. Das Ritual hat mit dem Heiligen Nikolaus irgendwie überhaupt nichts zu tun... ;-)

Beispiele für berühmte elbische Wesen

  • Der Nisse: In Skandinavien sagt man, dass jedes Grundstück seinen Nisse (schwedisch auch: Tomte) hat, der es bewacht. Um ihn gütig zu stimmen, stellt man ihm am dunkelsten Tag des Jahres (um Weihnachten herum) eine Untertasse voll Haferbrei raus. Ist der Haferbrei am nächsten Morgen verschwunden, nimmt Nisse die Bezahlung an, und gewährt den Menschen, ein weiteres Jahr Haus und Stall unter seinem Schutz stehen zu lassen. Heutzutage bezeichnet das schwedische Wort Tomt immer noch ein Grundstück oder Stück Bauland.
  • Der Santa Claus (Weihnachstmann): Elben wurden von der Bevölkerung häufig nach dem heiligen Nikolaus genannt, weil sie unter diesem namen auch von Christen akzeptiert wurden. Die Leute von Coca-Cola werden nicht müde zu erzählen, wie sie dem alten skandinavischen Elb Nisse durch eine Werbeaktion internationale Berühmtheit als Weihnachtsmann verschafft haben.
  • Das Märchen von den drei (namenlosen) Männlein: Von zwei Mädchen teilt das guterzogene ihr weniges Brot mit den gastfreundlichen Elben, und hilft ihnen beim Schneeräumen. Das verzogene Mädchen jedoch isst seinen Kuchen heimlich alleine und hilft nicht. Das ehrliche fleissige Mädchen wird daher von den drei Elben typischerweise mit Goldstücken, Erdbeeren und einer glücklichen Zukunft (Schönheit + Traumprinz) belohnt, wohingegen das unhöfliche faule nur viele Kröten, Hässlichkeit und Unglück erhält.
  • Die Heinzelmännchen von Köln: Eine sehr bekannte Geschichte darüber, wie die hilfreichen Haus-Kobolde durch die Neugier der respektlosen Menschen aus den Städten vertrieben wurden. Daher müssen die Stadtmenschen heutzutage ihre Arbeit alleine erledigen. :(
  • Rübezahl: Der Bergschrat des Riesengebirges. Er heisst eigentlich Herr Johannes, Rübezahl ist ein Spitzname, der ihn zornig werden lässt. Dann wirft er mit Blitzen und spielt Harfe bis es donnert. Er trägt eine Mönchskutte, und zeigt guten Menschen Heilpflanzen, nervige bestraft er.
  • Leprechaun: Das bekannteste irische elbische Wesen aus der Provinz Leinster. Auch er wird als kleines flüchtiges Männlein dargestellt, allerdings mit irischer Tracht und roten Haaren. Sie sind handwerklich begabte Kobolde (Schuhmacher), die gerne trinken und dann frech werden (sie scheuchen die Tiere im Stall herum) oder Tricks anwenden (z.B. bezahlen sie mit Blättern oder Bumeranggeld). Wie für Zwerge und Kobolde typisch vergraben sie gerne Schätze, und helfen Menschen nur manchmal, wenn ihnen danach ist.
  • Erlkönig: Ein Elbkönig mit Tippfehler, der einem eilends reitenden Vater durch den (Erlen-)Wald folgt und als Todesbote kommt, dessen sterbendes Kind mit sich zu nehmen.
  • Die Nibelungen: Die Nibelungen, die berühmteste Zwergenfamilie seit den Schlümpfen, bewachte den Schatz ihres Zwergenkönigs Alberich (Alb!)
  • Gandalf ist zumindest nach einem Alb/Alf benannt, ob er auch mit ihnen verwandt ist?

Alte und junge elbische Wesen

" wie oft ein unterirdscher zwerg ein kind entführt in seinen berg, den wechselbalg dann unterschiebt "

Kidnapping: Freche oder kranke Kinder sind bei den Alben nicht sehr beliebt, vor allem ihre eigenen nicht. Da die Druden und Alben lieber ein nettes gesundes Kind hätten, stehlen sie menschliche Babys aus den Betten, und vertauschen sie heimlich mit einem frechen Albkind, das dann von den Menschen gefunden und als Wechselkind / Wechseling erkannt und abwertend Wechselbalg genannt wurde. Auch den Vögeln ging es nicht besser, denn Druden stahlen auch Eier und vertauschten sie durch freche verkümmerte Drudeneier. (Äh. Legen Druden Eier?)

Eigenschaften: Die Wechselbälger wurden im allgemeinen als störrisch, schlecht gelaunt, unlehrsam und wenig kommunikativ beschrieben, sie glotzten, schliefen, schrien und aßen nur den ganzen Tag. In Wahrheit ist dies wahrscheinlich eine traurige Erklärung für das Auftreten verschiedenster körperlicher und geistiger Behinderungen bei menschlichen Kindern. Im übertragenen Sinne wurde das Wort Wechselbalg auch für uneheliche Kinder verwendet, und im Scherz für Verwirrung: "Ich bin heut' mein eig'ner Wechselbalg".

Sagen: Es heißt, dass die Mutter ihr vertauschtes Kind wieder zurückerhält, wenn es ihr gelingt, den Wechselbalg zu überraschen und zum Lachen zu bringen, so dass er sagt "Jetzt bin ich schon so alt wie die Welt, aber das habe ich noch nie erlebt!" -- wodurch die Theorie entstand, dass Wechselbälger keine Albkinder, sondern verkleidete alte Albe sein könnten. Als Beispiel für eine verblüffende Aktion wird genannt, man solle etwa Wasser in Eierschalen Löffelweise kochen. Nach der Christianisierung wurden die Kinder durch die Taufe vor der Verwechslung geschützt, zuvor musste man sich auf den Drudenfuß unterm Bett verlassen.

Quellen:

  • http://germa63.uni-trier.de:8080/Projects/WBB/woerterbuecher/dwb/wbgui?lemid=GA00001
  • http://www.asatru.ch/
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Mythologie
  • http://www.bartleby.com/81/12390.html
  • http://www.pantheon.org/
  • http://www.irelandseye.com/animation/explorer/leprechaun.html
  • http://www.troll-page.de/t_geschi.htm
  • http://www.magieheim.at/elfenkristall/Elfen/
  • http://faerie.monstrous.com/
  • http://www.kafkaesk.de/inhalt_golemsage.shtml
  • http://www.sagen.at
  • http://www.nibelungenlied-gesellschaft.de/vortraege/eichfelder/eichf_fs1.html
  • http://www.geocities.com/odinicde/gods/alben.html
  • http://mythology.wikiverse.org/
  • http://www.vuotisheer.ch/sagen_text.htm
 
   
2008.08.26

http://www.ruthless.zathras.de/