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Linuxkurs, Tips & Tricks

für User der Fakultät für Computerlinguistik an der UdS

Dies ist ein Linux-Kurs - d.h. ich kann keine Windows-Fragen beantworten.

 

Einführung in Programme

HTML | Emacs | vi | sed | pico | ftp | LaTeX

 

Inhalts-Übersicht

Auf dieser Seite könnt Ihr einerseits die wichtigsten Grundlagen lernen, wie Ihr eine eigene einfache Web-Seite mit Hilfe der Sprache HTML entwerft. Zweitens werden hier die wichtigsten Befehle aufgelistet und erklärt, die man kennen sollte, um die UNIX-Texteditoren emacs, vi und pico zu verwenden. Mindestens einen davon sollte man bedienen können, wenn man öfters unter UNIX arbeitet. Wenn Ihr Euch einfach die wichtigsten Befehle notiert (oder diese Seite ausdruckt) und Euch ein wenig "einlebt", dann sollte Euch das Arbeiten mit den UNIX-Texteditoren bald ganz leicht fallen, auch wenn Ihr das zuvor noch nie gemacht habt. :-)

Emacs ist ein extrem vielseitiger Editor, der auch für Anfänger geeignet ist. So vielseitig wie Emacs ist, so simpel ist Pico -- diesen Editor kann wirklich jeder auf Anhieb verwenden, dafür hat er keine besonderen Zusatzfunktionen. vi ist ein sehr alter und weit verbreiteter Editor, benötigt allerdings eine etwas längere Einarbeitungszeit (für Anfänger nicht als Primäreditor zu empfehlen). Der Absatz über den Stream-Editor sed ist noch nicht fertig.

Außerdem gibt es einen kurzen Absatz über das Kopieren von Dateien mit Hilfe des Programmes ftp. Neu ist das Kapitel über LaTeX, in dem nur ganz kurz die Grundlagen erklärt werden sollen.

 


 

HTML

HTML ist eine Programmiersprache, mit der man Internetseiten entwirft. HTML-Code unterscheidet sich von normalem Text dadurch, dass zwischen den eigentlichen Worten noch zusätzlich "Regieanweisungen", sogenannte "Tags", stehen können. Diese Tags legen z.B. fest, wie der Text formatiert sein soll (d.h fett oder kursiv oder zentriert...), wenn man die Seite im Broswer ansieht.

Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Grundlagen, die man wissen muß, um sein erstes HTML-Dokument zu schreiben. Natürlich hat HTML noch viel mehr Features als nur die hier erwähnten, aber dies sind die grundlegenden.

 

Inhaltsübersicht HTML

 

Hier ein kurzes Beispiel für eine in HTML geschriebene Web-Seite (sogenannter "Quellcode" der Seite):

Zum Vergleich: Diese HTML-Seite sähe später im Browser ungefähr so aus:

<HTML>

<HEAD>
<TITLE>
Tux' Homepage </TITLE>
</HEAD>

<BODY TEXT="#000099" BGCOLOR="#ffffff" LINK="#ff0000" ALINK="#ffff00" VLINK="#000000">
<P><H3 ALIGN=CENTER>
Hallo und Willkommen! </H3></P>
<P>
Mein Name ist <I> Tux </I> . </P>
<P>
Hier ist ein <B> Bild </B> von mir: </P>
<P><IMG SRC="tuxrulez.jpg"></P>
<P>
Ich studiere <A HREF="http://www.coli.uni-sb.de/"> Computerlinguistik </A> an der
<A HREF="http://www.uni-saarland.de/"> Universit &auml; t des Saarlandes </A> . </P>
<P>
Schreib mir doch ein <A HREF="mailto:tux@coli.uni-sb.de"> eMail </A> ! </P>
</BODY>

</HTML>

 

Netscape: Tux' Homepage

Hallo und Willkommen!

Mein Name ist Tux.

Hier ist ein Bild von mir:

Ich studiere Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes .

Schreib mir doch ein eMail !

Was die einzelnen Tags und die Farbcodes bedeuten, wird hier im Folgenden genauer erklärt.

Du kannst das Quellcode-Bsp kopieren und in einem Text-Dokument speichern, und dann die Datei mit Netscape öffnen, um selbst zu sehen, wie es im Browser aussehen wird!

 

Analyse des Beispiels:

Was sind HTML-Tags?

"HTML-Tags" sind alle die Worte, die im Quellcode in <eckigen Klammern> stehen; der Klarheit halber habe ich sie hier zusätzlich dunkelblau eingefärbt. Sie enthalten "versteckte Regieanweisungen" für die Darstellung des Textes -- Regieanweisungen, die z.B. aussagen, ob einzelne Worte kursiv oder fett, zentriert oder linksbündig sein sollen, und vieles mehr.

Es gibt bei fast allen Tags ein <Anfangstag> und ein </Endtag>. Letzteres ist gekennzeichnet durch einen zusätzlichen Schrägstrich. Alles was zwischen einem Paar aus Anfangs- und Endtag steht, wird von dem Tag betroffen. Es kann daher beim Ansehen eines Dokuments im Browser passieren, dass der gesamte restliche Text versehentlich von einem Tag betroffen wird, nur weil man zufällig vergessen hat, das Tag durch das dazugehörige End-Tag zu schließen! Das kann z.B. so aussehen, dass ab einem bestimmten Punkt der ganze Rest der Seite kursiv dargestellt wird, obwohl man das gar nicht wollte. So ein Fehler ist zum Glück schnell zu erkennen, und läßt sich leicht durch das Einfügen des fehlenden Tags korrigieren.

 

Wie ist der Grundaufbau eines HTML-Dokuments?

  • Wie Ihr seht, ist jeder HTML-Quellcode von dem essentiellen Tag <HTML>...</HTML> eingeschlossen.

  • Innerlich ist das HTML-Dokument in zwei Teile geteilt,
    • den Kopf: <HEAD>... </HEAD> und
    • den Rumpf <BODY> ... </BODY>.

  • Im "Kopf" steht in unserem Fall nur der Titel der Seite, der später in der Titelzeile des Browserfensters stehen wird. Der von Dir gewählte Titel wird von dem Tag <TITLE>...</TITLE> umschlossen.

  • Der eigentliche Inhalt der Internet-Seite folgt im "Rumpf". Der Rumpf selbst ist wiederum in beliebig viele Absätze eingeteilt (hier sechs Stück), die jeweils durch das <P>...</P>-Tag gekennzeichnet sind.

 

Welches der HTML-Tags ist nun genau für welche der Formatierungen verantwortlich?

  • Die Buchstaben des Textes der Seite sind blau. Das macht der Schriftfarben-Parameter TEXT="#000099", als Teil des BODY-Tags. Warum die Farbe blau hier #000099 heißt, erkläre ich weiter unten.

  • Der Hintergrund der Seite ist weiss. Das macht den Hintergrundfarben-Parameter BGCOLOR="#ffffff", als Teil des BODY-Tags. Warum die Farbe weiss hier #FFFFFF heißt, erkläre ich weiter unten.

  • Im 1. Absatz steht als Überschrift hervorgehoben (das geschieht durch das Headline-Tag <H3>... </H3>) und zentriert (Die Zentrierung entsteht durch den Alignment-Parameter ALIGN=CENTER, als Teil des <H3>-Tags) die Zeile "Hallo und Willkommen!". (Näheres dazu siehe auch Überschriften)

  • Im 2. Absatz steht linksbündig (das ist default) "Mein Name ist Tux.", wobei das Wort "Tux" kursiv geschrieben ist (Kursiven Text erhält man durch das Italic-Tag <I>...</I>). (siehe auch Stile)

  • Im 3. Absatz steht linksbündig "Hier ist ein Bild von mir:", wobei das Wort "Bild" fettgedruckt ist (Fettgedruckten Text erhält man durch das Bold-Tag <B>... </B>). (siehe auch Stile)

  • Im 4. Absatz ist ein Bild eingebettet, dessen Pfad angegeben ist, damit der Browser es finden und an dieser Stelle anzeigen kann. Das Bildeinbettungs-Tag <IMG SRC="..."> gehört übrigens zu denen, die ausnahmsweise kein schließendes Endtag brauchen! (siehe auch Einbettungen)

  • Im 5. Absatz sind im Text zwei Links zu anderen Internet-Seiten eingebettet. In dem Satz "Ich studiere Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes." sind die beiden Worte "Computerlinguistik" und "Universität des Saarlandes" von je einem Link-Tag eingeschlossen. Das Link-Tag heisst Hypertext-Reference-Tag (HREF). Jedes Link-Tag enthält eine URL, d.h. eine Internetadresse, zu der verwiesen werden soll:
    <A HREF="http://www.coli.uni-sb.de/"> ... </A> bzw
    <A HREF="http://www.uni-saarland.de/"> ... </A>.
    Die so gekennzeichneten Worte werden als Link hervorgehoben (meistens farbig hervorgehoben und unterstrichen). Wenn diese Worte angeklickt werden, wird direkt die in der URL angegebene Internet-Seite aufgerufen. (Hier in diesem Bsp die Startseite der CoLi, bzw die Startseite der UdS.) (Näheres zu Links siehe auch unter Einbettungen)
    • Hinweis: Welche Hervorhebungs-Farbe solche Links bekommen, definiert Ihr übrigens in der <BODY>-Zeile am Anfang des Dokuments: Unbesuchte Links sind hier im Bsp rot definiert (Das geschieht durch den Link-Parameter LINK="#ff0000"), aktive Links (d.h. während man draufklickt) sind gelb ( ALINK="#ffff00"), und schon einmal besuchte Links schwarz (VLINK="#000000"). (siehe auch BODY-Tag)

  • Im letzten Absatz findet man eine zweite Art von Link, diesmal eine eMail-Adressen-Verknüpfung in dem letzten Wort des Satzes "Schreib mir doch ein eMail !". Sie ist gekennzeichnet durch das Tag
    <A HREF="mailto:tux@coli.uni-sb.de"> ... </A>
    Dieses Tag enthält diesmal keinen Internet-Link, sondern den Befehl "mailto:" und eine eMail-Adresse. Wenn man darauf klickt, wird ein neues Fenster geöffnet, in dem man ein eMail an die betreffende Adresse eingeben und abschicken kann. (siehe auch Einbettungen)

  • Sonderzeichen: Bestimmt ist Euch die seltsame Schreibweise von "Universit&auml; t des Saarlandes" im HTML-Quellcode aufgefallen. Da HTML international gültig sein soll, wurden für alle Sonderzeichen spezielle Schreibweisen festgelegt. Ein "ä" wird daher im Quellcode immer "&auml;" geschrieben! Weiter unten werden die wichtigsten Sonderzeichen aufgelistet.

  • Auch die seltsame Schreibweise für die Farben ("#ffffff" u.a.) habt sicher bemerkt; weiter unten findet Ihr eine Farbentabelle mit den wichtigsten Farbcodes. Diese Codes muß man natürlich nicht auswendig lernen, sondern man schlägt sie nach, wenn man sie braucht.

 

Alle diese speziellen Schreibweisen und die grundlegenden Tags werden im Folgenden noch mal übersichtlicher zusammengfasst:

 

Grundaufbau eines HTML-Dokuments:

Diese Zeilen könnt Ihr rauskopieren und als Grundlage für Eure eigenen HTML-Dokumente verwenden.

<HTML>

<HEAD> 
<TITLE>...</TITLE>
</HEAD>

<BODY>
  <P> ... </P>
  <P> ... </P>
</BODY>

</HTML>

Erklärung zusätzlich möglicher Angaben im BODY-Tag

Werden folgende Farbangaben (oder einzelne davon) nicht explizit im Anfangs-BODY-Tag angegeben, werden vom Browser stattdessen einfach die Default-Einstellungen gewählt (grauer Hintergrund mit schwarzer Schrift usw...). D.h, man kann die folgenden Angaben problemlos weglassen, wenn man will! Wenn man sie verwendet, hat man andererseits eben mehr Kontrolle über das Aussehen des Dokumentes, falls man Wert auf die Farben legt.

<BODY 
  TEXT="#000099" 
  BGCOLOR="#ffffff" 
  LINK="#ff0000" 
  ALINK="#ffff00" 
  VLINK="#000000">
  ...
</BODY>
Anfang des Body-Tags
  Textfarbe
  Hintergundfarbe
  "unbesuchter Link"-Farbe
  "aktiver Link"-Farbe
  "besuchter Link"-Farbe
  ...
Ende des Body-Tags

 

Anmerkung zu Umbrüchen

Ein HTML-Interpreter (z.B. der Webbrowser Netscape) beachtet Umbrüche im HTML-Quellcode überhaupt nicht -- Theoretisch könntet Ihr nach jedem Wort und nach jedem Tag im Quellcode Umbrüche und Leerzeichen machen, es wäre kein Unterschied. (Ausnahme: Innerhalb des besonderen <PRE>-Tags werden Umbrüche doch beachtet.)

Wenn Ihr also Textabschnitte explizit von einander absetzen wollt, müsst Ihr diese Absätze immer mit Paragraph-Tags <P>...</P> umschliessen, oder am Ende einer Einheit das <BR>-Tag verwenden. Das <BR>-Tag ist eines der wenigen Tags ohne schließendes End-Tag, und es entspricht einem einzelnen Umbruch (line break).

 

Ausrichtung und Absätze

<P>Dieser Absatz ist linksbündig. Dieser Absatz ist linksbündig. Dieser Absatz ist linksbündig. Dieser Absatz ist linksbündig. Dieser Absatz ist linksbündig. Dieser Absatz ist linksbündig. </P>

<P><DIV ALIGN=RIGHT> Dieser Absatz ist rechtsbündig. Dieser Absatz ist rechtsbündig. Dieser Absatz ist rechtsbündig. Dieser Absatz ist rechtsbündig. Dieser Absatz ist rechtsbündig. Dieser Absatz ist rechtsbündig. Dieser Absatz ist rechtsbündig. </DIV></P>

<P><DIV ALIGN=JUSTIFY> Dieser Absatz ist im Blocksatz. Dieser Absatz ist im Blocksatz. Dieser Absatz ist im Blocksatz. Dieser Absatz ist im Blocksatz. Dieser Absatz ist im Blocksatz. Dieser Absatz ist im Blocksatz. Dieser Absatz ist im Blocksatz. Dieser Absatz ist im Blocksatz. Dieser Absatz ist im Blocksatz. </DIV></P>

<P><DIV ALIGN=CENTER> Dieser Absatz ist zentriert. Dieser Absatz ist zentriert. Dieser Absatz ist zentriert. Dieser Absatz ist zentriert. Dieser Absatz ist zentriert. Dieser Absatz ist zentriert. Dieser Absatz ist zentriert. Dieser Absatz ist zentriert. Dieser Absatz ist zentriert. </DIV></P>

 

Stilformatierungen:

Überschriften

<H1>Dies ist die größte Überschrift<H1>

<H2>Dies ist eine ziemlich große Überschrift</H2>

<H3>Dies ist eine große Überschrift</H3>

<H4>Dies ist eine kleine Überschrift</H4>

<H5>Dies ist eine ziemlich kleine Überschrift</H5>
<H6>Dies ist die kleinste Überschrift</H6>

 

Allgemein

<I>Dieser Text ist kursiv.</I>

<B>Dieser Text ist fettgedruckt.</B>

<U>Dieser Text ist unterstrichen.</U>

<PRE>Dieser Text ist formatiert.</PRE>

Das <PRE>-Tag ist übrigens das einzige, das Umbrüche und Leerzeichen im betroffenen HTML-Code genau beachtet! Daher eignet es sich z.B. für die Anzeige von ins HTML-Dokument kopierten Computerprogrammen oder derartigem Text, bei dem Umbrüche wichtig sind, wo es aber zu umständlich wäre, alle <BR>-Tags von Hand einzusetzen.

 

Einbettungen

  • Einbettung eines Bildes:
    <IMG SRC="mein_bild.jpg">
    Wenn das Bild im gleichen Verzeichnis wie die HTML-Seite selbst liegt, braucht nur der Name des Bildes angegeben werden (z.B. "mein_bild.jpg"). Sonst muss dessen Pfad angegeben werden: Wenn das Bild in einem Unterverzeichnis ist, gibt man den sogenannten relativen Pfad an (z.B. "bilder/mein_bild.jpg"); sonst im Zweifelsfall den vollständigen absoluten Pfad (z.B. "http://www.coli.uni-sb.de/~irgendjemand/bilder/mein_bild.jpg").
    Dieses Tag hat kein schließendes Endtag!

  • Einbettung einer URL (Link zu einer Internet-Seite):
    <A HREF="http://www.coli.uni-sb.de/">die CoLi-Homepage</A>
    Ein beliebiger Text (hier "die CoLi-Homepage") wird so zum Link. Klickt man darauf, wird die angegebene Web-Seite aufgerufen.

  • Einbettung einer eMail-Adresse:
    <A HREF="mailto:tux@coli.uni-sb.de">mail mir!</A>
    Ein beliebiger Text (hier "mail mir!") wird so zum eMail-Link. Klickt man darauf, wird ein eMail-Fenster geöffnet, in dem die angegebene eMail-Adresse schon als Empfänger drinsteht, so dass man die Person schnell und einfach anschreiben kann.

 

Die wichtigsten Sonderzeichen

ä Ä
ö Ö
ü Ü
ß
&
"Anführungszeichen"
festes Leerzeichen
< Eckige Klammern >
auskommentierte Anmerkungen

&auml; &Auml;
&ouml; &Ouml;
&uuml; &Uuml;
&szlig;
&amp;
&quot;
&nbsp;
&lt; &gt;
<!-- Mein Iglu brennt -->
<HR ALIGN=CENTER WIDTH="70%">

 

Farben

rot
orange
gelb
grün
blau
lila
schwarz
kastanie
braun
armeegelb
dunkelgrün
dunkelblau
violett
weiß(weiß)
rosa
beige
hellgelb
hellgrün
hellblau
pink
hellgrau
grau
dunkelgrau
<FONT COLOR="#ff0000">rot</FONT>
<FONT COLOR="#ff9900">orange</FONT>
<FONT COLOR="#ffff00">gelb</FONT>
<FONT COLOR="#00ff00">gr&uuml;n</FONT>
<FONT COLOR="#0000ff">blau</FONT>
<FONT COLOR="#ff00ff">lila</FONT>
<FONT COLOR="#000000">schwarz</FONT>
<FONT COLOR="#990000">kastanie</FONT>
<FONT COLOR="#663300">braun</FONT>
<FONT COLOR="#666600">armeegelb</FONT>
<FONT COLOR="#009900">dunkelgr&uuml;n</FONT>
<FONT COLOR="#000099">dunkelblau</FONT>
<FONT COLOR="#990099">violett</FONT>
<FONT COLOR="#ffffff">wei&szlig;</FONT>
<FONT COLOR="#ffcccc">rosa</FONT>
<FONT COLOR="#ffcc99">beige</FONT>
<FONT COLOR="#ffff99">hellgelb</FONT>
<FONT COLOR="#99ff99">hellgr&uuml;n</FONT>
<FONT COLOR="#00ffff">hellblau</FONT>
<FONT COLOR="#ff99ff">pink</FONT>
<FONT COLOR="#cccccc">hellgrau</FONT>
<FONT COLOR="#999999">grau</FONT>
<FONT COLOR="#666666">dunkelgrau</FONT>

 

Schriftgrößen

sehr kleine Schrift
kleine Schrift
normale Schrift
größere Schrift
ziemlich große Schrift
sehr große Schrift
riesengroß!
<FONT SIZE="-2">sehr kleine Schrift</FONT>
<FONT SIZE="-1">kleine Schrift</FONT>
normale Schrift
<FONT SIZE="+1">gr&ouml;&szlig;ere Schrift</FONT>

<FONT SIZE="+2">ziemlich gro&szlig;e Schrift</FONT>

<FONT SIZE="+3">sehr gro&szlig;e Schrift</FONT>

<FONT SIZE="+4">riesengro&szlig;!</FONT>

 

Tabellen

Als Beispiel hier eine 3x3-Felder große Tabelle

links oben mitte oben rechts oben
links mitte mitte rechts mitte
links unten mitte unten rechts unten

Eine solche Tabelle wird durch folgenden HTML-Code erzeugt:

<TABLE WIDTH="50%" BORDER="1" CELLSPACING="0" CELLPADDING="4">
  <TR>
    <TD WIDTH="33%">links oben</TD>
    <TD WIDTH="33%">mitte oben</TD>
    <TD WIDTH="33%">rechts oben</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD WIDTH="33%">links mitte</TD>
    <TD WIDTH="33%">mitte</TD>
    <TD WIDTH="33%">rechts mitte</TD>
  </TR>
  <TR>
    <TD WIDTH="33%">links unten</TD>
    <TD WIDTH="33%">mitte unten</TD>
    <TD WIDTH="33%">rechts unten</TD>
  </TR>
</TABLE>
Anfangs-Tag der Tabelle
  Anfang der 1. Reihe
    1. Spalte der 1. Reihe
    2. Spalte der 1. Reihe
    3. Spalte der 1. Reihe
  Ende der 1. Reihe
  Anfang der 2. Reihe
    1. Spalte der 2. Reihe
    2. Spalte der 2. Reihe
    3. Spalte der 2. Reihe
  Ende der 2. Reihe
  Anfang der 3. Reihe
    1. Spalte der 3. Reihe
    2. Spalte der 3. Reihe
    3. Spalte der 3. Reihe
  Ende der 3. Reihe
End-Tag der Tabelle

Tabellen mit mehr oder weniger Zellen bekommt man, indem man einfach einzelne der <TR> oder <TD>-Blöcke wegläßt bzw mehrfach hinschreibt. Mit BORDER legt man die Dicke des Randes fest, mit CELLSPACING und CELLPADDING die Abstände zwischen den Zellen bzw zwischen den Zellen und dem Rand (kann alles auch null sein). Zusätzlich zur Breite (WIDTH) kann auch die Höhe (HEIGHT) fest angegeben werden. Statt Prozentzahlen kann man für Breite und Höhe auch absolute Zahlen angeben.

 

Wie geht's weiter?

All diese HTML-Tags lassen sich nun zu einem gewissen Maß kombinieren. Es ist kein Problem,

eine große, kursive, dunkelgrüne, unterstrichene, zentrierte Überschrift

zu erzeugen, und zwar mit der auf den ersten Blick etwas komplex wirkenden HTML-Zeile

<H3 ALIGN=CENTER><I><U><FONT SIZE="+1" COLOR="#009900">
eine gro&szlig;e, kursive, dunkelgr&uuml;ne, 
unterstrichene, zentrierte &Uuml;berschrift
</FONT></U></I></H3>

Vergesst dabei nicht, alle Tags in der richtigen Reihenfolge wieder zu schließen! ;-) Das ganze Ding könnte auch zusätzlich ein Link sein... in einer Tabelle stehen...  lebt Euch aus! Aber bitte nicht so übertreiben wie hier in diesem Beispiel... Zuviele überflüssige Stile auf ein Mal anzuwenden sieht auf die Dauer nicht nur unleserlich sondern vor allem uNcoøL aus...

Hier seht ihr auch, dass man mehrere verwandte Tags (d.h. die mit dem selben Stichwort anfangen), zusammenlegen kann, wie hier das zweiteilige FONT-Tag, dass sowohl das SIZE-Attribut als auch das COLOR-Attribut enthält. Das gleiche habt ihr übrigens auch schon oben bei den 5 Attributen des BODY-Tags gesehen, die ja alle einfach hintereinander innerhalb des BODY-Tags geschrieben werden.

Und sonst?

Ihr wollt aber ein Bild verlinken oder als Hintergrundgraphik definieren? Einer Tabelle eine Hintergundfarbe verpassen? Schicke nummerierte Listen oder Punktelisten? Einen Link dazu bringen, innerhalb eines Dokuments an eine bestimmte Stelle zu springen (sogenannter "Anker").....? Und am alleraußerdemsten -- andere Homepages haben immer noch viiiel bessere Effekte als die Eure?!

Kein Problem für Euch! Ihr lasst Euch vom Browser den Quelltext der betreffenden Web-Seite anzeigen (zu finden unter dem Menüpunkt "Ansicht" bzw "View" des Browsers), lest Euch die Effekt-volle Stelle durch, und findet raus, wie der Schreiber den betreffenden Trick in HTML hingekriegt hat. :-) Und schon wieder was dazugelernt...

HTML gehört zu den Dingen, die man am besten durch Nachahmung und ein wenig Experimentierfreude lernt. Überall im Internet fliegen Unmengen von HTML-Seiten herum, die Ihr als Vorlage verwenden und nach Belieben abändern und neu kombinieren könnt. Das gute an HTML ist, dass durch wildes Rumprobieren nichts kaputtgehen kann -- Im schlimmsten Fall kann eine tendentiell unleserliche Seite herauskommen, aber dadurch entsteht nie ein Schaden am Browser oder am Rechner. Falsche oder vergessene Tags lassen sich immer korrigieren.

Damit Ihr beim HTML-Quellcode-Schreiben nicht den Überblick über Eure Tags verliert, solltet Ihr Euch früh einen leserlichen Stil angewöhnen. Einrückungen, Absätze und Kommentare erleichtern das Finden von etwaigen Fehlern im Aufbau des Codes! Viel Spaß beim Designen...

 


 

Emacs

 

WAS IST EMACS? Emacs ist einer der mächtigsten Texteditoren unter Linux. Obwohl man keine zwölfundfünfzig verschiedenen Schrift- und Textformatierungsgimmicks einstellen kann (dazu empfiehlt sich eher LaTeX), liegen seine Stärken u.a. darin, fremde Schriftsysteme verwenden zu können, was oft noch nicht einmal die meisten Windows-Textverarbeitungsprogramme hinbekommen... (z.B. Hebräisch, IPA, Kyrillisch, Japanische Kanji, usw!) Außerdem ist er mit Hilfe von Makros programmier- und erweiterbar, und kann mehrere Dateien gleichzeitig anzeigen und bearbeiten (mit Hilfe verschiedener Speicher namens "Buffer").

Es gibt Leute, die alles mit Emacs machen: Textverarbeitung, eMail schreiben, senden, und empfangen, HTML schreiben, Lisp- und Prolog-Programmierung.... Diese Emacsbenutzer erkennt man an den typischen Doppel-Handbewegungen, wenn sie Ihre mysteriösen Kurzbefehle eintippen. ;-) Nicht einschüchtern lassen, es gibt zwar unzählige Kurzbefehle für alles und jedes, aber grundsätzlich braucht man zuerst nur die wichtigsten paar davon, und die kann man sich schnell merken.

WOZU KURZBEFEHLE? Emacs hat auch eine Menuleiste, aus der man alle Befehle einfach durch draufklicken auswählen kann. Wozu dann überhaupt die Kurzbefehle lernen? Erstens werden dadurch häufige Aktionen wie Speichern und kopieren etc beschleunigt, zweitens kann es vorkommen, dass Ihr Euch mal mit telnet im Textmodus bei Eurem Uni-Account einloggt; wenn Ihr dann in die Situation kommt, einen Text editieren zu müssen, und Ihr weder "vi" noch "sed" verwenden wollt, ist Emacs im Textmodus die letzte Rettung -- nur, im Textmodus gibt es eben keine Menus. Und da kommen die Kurzbefehle ins Spiel.

WIE GEHT'S?

  • In Emacs gibt es zwei "Befehlstasten": CTRL einerseits (auf deutschen Tastaturen heißt sie auch STRG), und ESC andererseits.

    • Im Folgenden soll "C-x" bedeuten, dass man zuerst die CTRL-Taste drückt und gedrückt lässt, dann den Buchstaben x tippt, und dann beide wieder loslässt, um einen Befehl auszulösen.

    • Das gleiche gilt für "ESC-v", was bedeutet, dass man ESC gedrückt lässt, während man v tippt, usw.

  • Für manche Befehle müssen u.U. zwei solche Befehlstastenkombinationen hintereinander eingegeben werden, damit etwas passiert, z.B. "C-x C-s", oder "C-x b" (im letzteren Fall wird das "b" einfach so ohne Befehlstaste eingetippt).

  • Am unteren Bildrand des Emacs' sieht man eine leere Zeile, den sogenannten "Mini-Buffer" (zu deutsch Statuszeile). In ihm bekommt man den gerade eingetippten (Kurz)Befehl angezeigt, und dort tippt man z.B. auch Dateinamen von zu öffnenden Dateien ein, wenn nötig (siehe unten).

 

WAS IST EIN BUFFER?

  • Das Hauptfenster des Emacs zeigt den sogenannten aktuellen "Buffer", in dem sich die geöffnete Textdatei befindet. Hier kann man die aktuelle Datei bearbeiten oder lesen. Ein Buffer ist also ein Zwischenspeicher, in den emacs Dateien einlesen kann, die der Benutzer gerade braucht.

  • Wozu sind Buffer gut? Öffnet man eine zweite Datei, dann ist die erste immer noch in ihrem Buffer vorhanden! Man sieht die erste bloß zur Zeit nicht, da nun die zweite in ihrem Buffer angezeigt wird. Man kann so mehrere Dateien in mehreren Buffern geladen haben, und von einem zum anderen hin- und herwechseln und z.B. Text von einer Datei in eine andere kopieren u.v.m.

  • Einen Buffer zu "killen" (siehe unten) ist weniger schlimm als es klingt: Der Buffer wird dann einfach geleert und aus emacs ausgeblendet. Die darin angezeigte Datei wird dadurch nicht gelöscht! Allerdings gehen durch das "killen" nichtgespeicherte(!) Änderungen in der Datei verloren! Also nicht vergessen, immer vor dem Killen eines Buffers die betreffende Datei zu speichern, dann werden eure Änderungen vom Buffer auf die Festplatte geschrieben.

 

LOS GEHTS: Emacs startet man in X-windows (das ist die graphische Benutzeroberfläche) durch die Eingabe von "emacs &", bzw durch bloß "emacs" im Textmodus.

 

Die Emacs Kurzbefehle

Beenden, Abbrechen:
Emacs beenden: C-x C-c
Kommando abbrechen: C-g
Minibuffer zurücksetzen (Befehl abbrechen): C-d
Dateien und Verzeichnisse  
Inhalt eines Verzeichnisses listen: C-x C-f [Pfad/]Verzeichnisname
Schon existierende Textdatei öffnen,
oder eine neue dieses Namens erstellen:
C-x C-f [Pfad/]Dateiname
Datei speichern: C-x C-s
Datei einfügen: C-x i Datei-Name
Buffer  
Buffer-Liste anzeigen: C-x C-b
Buffer wechseln: C-x b Buffer-Name
Buffer "killen" (ausblenden): C-x k Buffer-Name
Fenster  
Fenster in zwei unterteilen ("split"): C-x 2
In anderes Fenster wechseln: C-x o
aktives Fenster schließen ("unsplit"): C-x 0 (NB: das ist eine Null)
das jeweils andere Fenster schließen ("unsplit"): C-x 1 (NB: das ist eine Eins)
Editieren  
markieren und kopieren C-SPACE (am Anfangspunkt), dann ESC-w (am Endpunkt)
markieren und ausschneiden C-SPACE (am Anfangspunkt), C-w (am Endpunkt)
einfügen C-y
Widerrufen C-x u oder C-_
Navigation, Weiterblättern  
nächste Seite C-v
vorherige Seite ESC-v
Anfang des Buffers ESC-<
Ende des Buffers ESC->
Hilfe  
Liste von Hilfsthemen C-h ?
sehr gutes Emacs-Tutorial! C-h t
Linux-Shell in Emacs
Shell starten: ESC-x shell
Liste der schon eingegebenen Befehle durchgehen (praktisch, um häufige Befehle zu wiederholen) ESC-p (vorheriger)
ESC-n (nächster)
Dateinamenvervollständigung TAB
Ausführung eines Shellbefehls abbrechen C-c C-c
Besonderes  
Dateiwiederherstellung nach Absturz M-x recover-session
Psychologische Unterstützung: ;-) ESC-x doctor

 


 

vi - Grundlagen

 

Was ist "vi"? Der Visuelle Editor "vi" ist wie emacs ein Texteditor, allerdings ein nicht gerade benutzerfreundlicher. Für Anfänger sind daher eher Emacs oder pico zu empfehlen. Aber mit ein wenig Geduld kann man es natürlich auch als experimentierfreudiger Anfänger schaffen, sich mit "vi" anzufreunden! (Pssst. Wenn man vi verwendet, ist man übrigens sehr cool!) ;-)

Was ist das Besondere an vi?
  • vi war Bestandteil der ersten UNIX-Systeme, und ist daher auf jeder UNIX-Plattform als Texteditor vorhanden. Zu wissen wie man ihn bedient, ist sehr hilfreich, wenn man z.B. an einem Rechner arbeiten muss, auf dem nur das nötigste installiert ist (also kein anderer Editor).
  • vi ist entsprechend seines Alters "text-only" -- d.h. es gibt keine graphische Variante, keine Menus, nichts reagiert auf Mausklicks, usw.
  • vi kann nicht mehrere Dateien gleichzeitig (dafür aber nacheinander) bearbeiten.
  • vi editiert nur puren ASCII-Text. Man kann weder Zeichensätze, noch Stile, noch Schriftgröße einstellen.
  • vi hat diverse Textbearbeitungsfunktionen und 3 Modi
  • Bei der Eingabe von Befehlen ist Groß- und Kleinschreibung wichtig.

Drei Modi?? Keine Panik! Das mit den Modi ist einfacher als es klingt. Während man mit dem vi arbeitet, denkt man bald gar nicht mehr daran, dass es sie gibt. Da das ganze Gerede von "Modus wechseln" anfangs aber ein wenig verwirrend erscheinen mag, werde ich die Benutzung des Editors erst einmal an einem mit Anmerkungen versehenen Beispiel demonstrieren:

[user@head]$ vi brief_an_Tux<RETURN> 

vi starten: Um vi von der Shell aus zu starten, gibt man einfach "vi" ein und drückt return.

Es ist auch möglich, durch die Eingabe von "vi DateiName<RETURN>" den Namen einer zu öffnenden Datei anzugeben. Wie immer wird eine neue leere Datei erstellt, wenn einen noch nicht existierenden Namen angibt. Hier im Bsp soll die neue Datei "brief_an_Tux" heißen.

 

 
~
~
~
~
~
~
~
"brief_an_Tux" [New file]    

Man bekommt nun die neue leere Datei angezeigt, an deren Anfang sich der Cursor befindet. Leere Zeilen in der Datei sind durch eine Tilde "~" gekennzeichnet. Unten ist eine Art Statuszeile, in der der Dateiname u.a. angezeigt wird.

Direkt nach dem Start des vi befindet man sich übrigens im sogenannten "Kommando-Modus". Hier kann u.a. der Cursor bewegt, Text gelöscht oder die Datei gespeichert werden -- aber man kann noch keinen Text eintippen. Wundert Euch also nicht, wenn Ihr beim Öffnen einer Datei im vi scheinbar gar nicht schreiben könnt!

 

Hallo Tux!
Wie geht's? 
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Um im vi Text einzugeben, muss man immer erst in den sogenannten "Eingabe-Modus" wechseln:

Zerbrecht Euch nicht den Kopf über die Modi. ;-) Tippt einfach den Buchstaben "i" wie "insert"! Nichts sichtbares geschieht, aber, wenn Ihr jetzt "Hallo Tux" tippt, Wunder über Wunder -- plötzlich kann man schreiben. Ab jetzt werden all Eure Eingaben als Texteingabe interpretiert! Drückt am Ende der Zeilen Return, um in die nächste zu gelangen, und schreibt so Euren Text, wie Ihr es gewohnt seid.

 

Hallo Tux!
Wie geht's?
Heute hat es den ganzen Tag gerehmet. 
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Hallo Tux! Wie geht's? Heute hat es den ganzen Tag gereet. ~ ~ ~ ~ ~
Hallo Tux! Wie geht's? Heute hat es den ganzen Tag geregnet. ~ ~ ~ ~ ~

Huch! Ein Tippfehler. Was tun? Man kann leider nicht darauf vertrauen, dass die backspace- oder delete-Taste im vi funktioniert, wie man es von ihr erwartet... Der Erfinder des vi hat konsequenterweise auch fürs Löschen eine weniger intuitive Methode vorgesehen:

1) Um mit der Texteingabe aufzuhören, drückt Ihr nun erst mal die ESC-Taste -- und lasst Euch nicht von der Tatsache ablenken, dass Ihr dadurch soeben unbemerkt in den Kommando-Modus zurückgewechselt seid. Ab jetzt werden all Eure Eingaben wieder als Kommandos aufgefasst.

2) Dann bewegt Ihr den Cursor mithilfe der Pfeiltasten zu der Stelle, wo der Tippfehler beginnt (also auf das "h" von "gerehmet")

3) Das Kommando zum Löschen eines Buchstaben heisst "x". Ihr tippt nun also "x" -- und das fehlerhafte "h" wird gelöscht. Tippt ein zweites Mal den Buchstaben "x", und auch das fehlerhafte "m" wird gelöscht. Der Cursor steht jetzt auf dem e am Ende des Wortes "gereet".

4) Jetzt wollt Ihr die korrekten Buchstaben einfügen. Also...? Wechselt Ihr wieder zurück in den Eingabemodus -- indem Ihr "i" tippt, und dann schreibt Ihr einfach die einzufügenden Buchstaben "gn" hin. Voilà!

5) Wie geht's weiter? Mit ESC in den Kommando-Modus, dort mit den Pfeiltasten den Cursor an die Stelle positionieren, wo Ihr weiterschreiben wollt (ans Ende der letzten Zeile z.B.). Anschließend mit "i" wieder in den Eingabe-Modus, und weiterschreiben -- bis zum nächsten Tippfehler. usw.

 

Das wichtigste für den Anfang ist also: Mit "i" in den Eingabemodus wechseln, um Text einzugeben. -- Mit ESC in den Kommando-Modus wechseln, um den Cursor zu positionieren, Kommandos einzugeben oder den Text zu bearbeiten.
Das "Lösche einen Buchstaben"-Kommando "x" ist das einfachste Beispiel für ein vi-Kommando. Nach diesem Muster funktionieren im Grunde alle vi-Befehle!

 

Was für Kommandos gibt es noch?

  • Speichern der Datei: Ihr wechselt durch das Tippen der ESC-Taste in den Kommando-Modus, und tippt dort "ZZ" ein. Die Datei wird gespeichert, vi wird beendet, und Ihr kehrt in die Linux-Shell zurück.

  • Widerrufen: Im Kommando-Modus "u" (wie undo) tippen.

  • Wiederholen: Im Kommando-Modus "." (Punkt) tippen.

  • Zeilen vereinigen: Im Kommando-Modus Cursor positionieren und "J" (wie join) tippen. Dadurch wird die folgende Zeile hinter die aktuelle gesetzt.

  • Den Rest der Zeile nach dem Cursor löschen: Im Kommando-Modus den Cursor positionieren, dann D tippen.

  • Suche: Im Kommando-Modus einen Slash "/" und dann den zu suchenden String eingeben. Durch das Tippen von "n" zum nächsten Fundort springen.

Was Ihr bisher gelesen habt, waren die wichtigsten Grundlagen, die man sich merken sollte, so dass man sich beim Arbeiten im vi erst einmal über Wasser halten kann. Wenn Ihr diese Grundlagen beherrscht, könnt Ihr "schwerere Geschütze auffahren" - Operatoren.

 

 

vi - Komplexe Befehle mit Operatoren

 

vi kann noch viel mehr. Im Kommando-Modus kann man auch sogenannte Operatoren einsetzen, um komplexere Befehle ausführen zu lassen. Sie haben immer den Aufbau:

<Wiederholungsfaktor> <Kommando> <Wirkungsbereich>

  • Der Wiederholungsfaktor ist eine Zahl, die angibt, wie oft das folgende Kommando ausgeführt werden soll. Er kann auch ausgelassen werden , dann ist er per Default "1".
  • Das Kommando kann etwas sein wie z.B. Löschen, Einfügen, Ersetzen, Kopieren. (Näheres siehe unten, "Operatoren")
  • Der Wirkungsbereich des Kommandos ist eine Texteinheit: Das kann z.B. ein Zeichen, ein Wort, oder ein Satz sein (Näheres siehe unten, "Cursor positionieren"). Wird der Wirkungsbereich ausgelassen, wird die aktuelle Cursorposition angenommen ("hier").

In der Praxis ist das ziemlich intuitiv, hier ein paar konkrete Beipiele für dieses schöne Prinzip:

dw <[einmal]> <Löschen> <Wort>
"Lösche das nächste Wort unter dem Cursor!"
Wobei d = "löschen", und w = "das nächsteWort"
 2iText <zweimal> <einfügen> <[hier]>Text
"Füge den nun folgenden Text zweimal hier ein"
Wobei i = "vor dem Cursor einfügen"
(Hierbei nach der Eingabe von Text wieder ESC drücken, um zu kennzeichnen, dass der Text zuende ist, dadurch wird der Befehl ausgelöst!)
4cwText <viermal> <Ersetzen> <Wort>Text
"Ersetze die nächsten 4 Wörter durch die nun folgende Eingabe 'Text'!"
Wobei c = "Ersetzen" und w = "das nächste Wort"
(Hierbei nach der Eingabe von Text wieder ESC drücken, um zu kennzeichnen, dass der Text zuende ist, dadurch wird der Befehl ausgelöst!)

 

Operatoren:

Mögliche Operatoren sind dabei:

  • a = append = "nach dem Cursor einfügen"
  • A = append = "am Ende der Zeile anfügen"
  • i = insert = "vor dem Cursor einfügen"
  • I = insert = "vor dem ersten nicht-leeren Zeichen der Zeile einfügen"
  • o = open line = "Text nach der aktuellen Zeile in einer neuen Zeile einfügen"
  • O = open line = "Text über der aktuellen Zeile in einer neuen Zeile einfügen"

  • c = change = "alles im <Wirkungsbereich> durch den folgenden Text ersetzen"
  • C = change = "alles ab dem Cursor bis zum Ende der Zeile durch den folgenden Text ersetzen"
  • d = delete = "Löschen". (Häufig z.B. dw="Lösche nächstes wort").
  • dd = delete = "Lösche diese Zeile". Die Verdoppelung des Befehls besagt, dass er sich auf die ganze Zeile auswirken soll. (z.B. 3dd="Lösche 3 Zeilen")

  • y = yank = "kopiere".
  • yy = yank = "kopiere diese Zeile". Die Verdoppelung des Befehls besagt, dass er sich auf die ganze Zeile auswirken soll. (z.B. 3yy="kopiere 3 Zeilen")
  • p = put = "Einsetzen nach dem Cursor"
  • P = put = "Einsetzen vor dem Cursor"

 

Cursor positionieren / Texteinheiten:

Hier ein paar mögliche Eingaben für die Angabe des Wirkungsbereiches eines Operators. Verwendet man diese Kommandos im Kommando-Modus ohne einen Operator, dann bewegen sie übrigens nur den Cursor, ohne die Datei zu ändern.

  • 0 = Null = An den Anfang der aktuellen Zeile
  • $ = Ans Ende der aktuellen Zeile
  • w = Zum nächsten Wort
  • b = Ein Wort zurück
  • H = An den Anfang der gezeigten Seite
  • L = Ans Ende der gezeigten Seite
  • M = In die Mitte der gezeigten Seite
  • h, j, k, l = Mit der Buchstabenreihe h,j,k,l kann man den Cursor im Kommando-Modus um einen Buchstaben/eine Zeile weiterbewegen -- ganz genau so wie mit den Pfeiltasten.
  • nG = Bringt den Cursor in die n-te Zeile

 

Anmerkung zum Löschen: Eigentlich löscht das Kommando "d" Text nicht, sondern es schneidet den Text aus (cut). Das heißt, es speichert ihn vor dem Löschen in der Zwischenablage (Buffer). Die Idee dahinter ist: Wenn der Benutzer den Text tatsächlich nur löschen will, dann kann er ihn getrost in der Zwischenablage versauern lassen. Ansonsten kann er ihn mit "put" irgendwoanders wiederverwenden.

Anmerkung zum Kopieren&Einsetzen: Für kopierten Text stehen mehrere durchnummerierte Zwischenablagen zur Verfügung. "put" setzt immer den zuletzt kopierten (oder gelöschten/ausgeschnittenen!) Text ein, also braucht man sich normalerweise nicht um die Zwischenablagen zu scheren.
Will man aber mehrere Zwischenablagen nutzen, um mehrere verschiedene Strings unabhängig von einander einsetzen zu können, verwende man die Anführungzeichen und eine Zahl, um eine der Zwischenablagen zu wählen:

  • "xp = Setze den Inhalt der x-ten Zwischenablage ein
  • "xy = Kopiere in die x-te Zwischenablage
  • "xd = Schneide aus und speichere in der x-ten Zwischenablage

 

Der Dritte Modus

Bisher wurden erst die wichtigsten zwei der drei Modi vorgestellt, nämlich der Kommando-und der Eingabe-Modus. Der Dritte Modus ist der "Ex-Modus", der Befehle zum Speichern, (Um)benennen oder Beenden der Datei annimmt. In diesem Modus befindet man sich immer, wenn man im Kommando-Modus einen Befehl eingibt, der mit einem Doppelpunkt beginnt. Um den Befehl "abzuschicken", drückt man danach return. Danach befindet man sich wieder zurück im Kommando-Modus (außer natürlich, wenn der Befehl "Beenden" war, dann landet man in der Shell). Beispiele:

  • :e dateiname<RETURN> = edit = "Öffne eine Datei namens dateiname".
  • :w dateiname<RETURN> = write = "Speichere die aktuelle Datei unter dem Namen dateiname".
  • :w<RETURN> = write = "Aktuelles Zwischenergebnis speichern"
  • :q!<RETURN> = quit = "Beenden ohne Änderungen zu speichern".
  • :q<RETURN> = quit = "Beenden nur wenn Änderungen schon gespeichert sind".

 

Überblick über die drei Modi

 

Post Scriptum:

In den Modi verirrt? Im Zweifelsfall kann man immer ESC drücken, und man ist wieder im Kommando-Modus. Von dort aus kommt man mit "i" und ":" wieder weiter.

Fensterinhalt neu zeichnen: CTRL-L (oder CTRL-R) leert den Bildschirm, und zeichnet alles neu. Das ist praktisch, wenn der Output eines anderen Programmes versehentlich ins gleiche Fenster geschrieben wurde, und den Bildschirmaufbau durcheinandergebracht hat. Der Inhalt der Datei wird dadurch nicht verändert.

Auf den Geschmack gekommen? Noch mehr schöne vi-Befehle findet Ihr auf den Manual-Seiten "man vi" und "man vim". "vim" ("vi improved") ist eine verbesserte Version von vi, die man vi vorziehen kann, wenn sie installiert ist. "vim" hat zusätzlich eine Hilfe-Funktion, Buffer, Dateinnamenvervollständigung, mehrere Ebenen tiefes Widerrufen und -- die Backspace- und die Pfeil-Tasten funktionieren endlich auch im Eingabe-Modus!! ;-D

 


 

sed

Dieses Kommando ersetzt in der Datei datei.txt alle Auftreten von hallo durch tschuess und speichert sie unter datei2.txt

less datei.txt | sed 's/hallo/tschuess/g' > datei2.txt

...

 


 

pico

 

Pico ist ein simpler Texteditor, der sehr gut für Anfänger geeignet ist. Er ist sehr einfach zu bedienen und hat keine besonderen zusätzlichen Fähigkeiten.

Man steuert den Cursor mit den Pfeiltasten; mit den Tasten "Position 1" und "Ende" kann man an den Anfang oder das Ende einer Zeile springen. Man blättert weiter mit den "page up"- und "page down"-Tasten, oder durch die angegebene Tastatur-Kombination (siehe unten). Zum Löschen von Zeichen verwendet man wie erwartet Backspace oder Delete.

Die wichtigsten sonstigen Funktionen werden immer in den unteren Zeilen angezeigt, so dass man sie sofort findet.

pico-Befehle
  • ^X = exit = beenden
  • ^G = get help = Hilfe-Seite mit allen möglichen Befehlen anzeigen
  • ^O = write out = Datei speichern
  • ^R = read file = Datei öffnen
  • ^W = where is = In der Datei suchen
  • ^V oder F8 = Eine Seite weiter
  • ^Y oder F7 = Eine Seite zurück

Diese Befehle werden wie immer durch Meta-Tasten-Kombinationen eingegeben. Der Hinweis "^X" bedeutet also, dass die Meta-Taste (CTRL, oder auf deutsch STRG) gedrückt gelassen werden soll, während der Buchstabe x getippt wird. (Groß- und Kleinscheibung kann hierbei ausnahmsweise außer Acht gelassen werden.)

 


 

ftp / sftp

ftp steht für File Transfer Protocoll; sftp, Secure File Transfer Protocoll, ist die verschlüsselte Variante davon, die die Passwšrter sicher überträgt. Dieses Programm ermöglicht es Dir, Dateien von einem Computer zu einem anderen zu kopieren (Up- und Download).

Um ftp nutzen zu können, braucht Ihr

  1. eine Internetverbindung
  2. den Namen eines Rechners, der ftp anbietet (FTP-Server). An der CoLi wäre das z.B. "ftp.coli.uni-sb.de"
  3. ein FTP-Client (=Programm). Unter Linux/Unix heisst das ftp bzw sftp. [Für Windows sucht nach LeechFTP, für MacOS gibt es Fetch und AnArchy].
Unter Linux stellt Ihr die Verbindung her, indem Ihr den Befehl "sftp" und den Namen des Ziels in Euer Terminalfenster eingebt, und die return-Taste drückt.

[martin@zip]$ sftp martin@ftp.coli.uni-sb.de
oder
[martin@zip]$ ftp ftp.coli.uni-sb.de

Wenn es geklappt hat, kommt eventuell eine Willkommensnachricht, dann fragt Euch der Zielrechner wie immer nach (Login und) dem Passwort.

martin@ftp's password: 
sftp>

Geschafft! Was nun? Tippt man ein Fragezeichen "?" oder das Wort "help", bekommt man eine Liste aller Befehle. Man kann Info über jeden dieser möglichen Befehle bekommen, indem man "help befehl" eingibt. Die wichtigsten sftp-Befehle auf dem CoLi-sftp-Server sind:

  • cd Verzeichnisname = auf dem Server in ein anderes Verzeichnis wechseln
  • lcd Verzeichnisname = lokal in ein anderes Verzeichnis wechseln
  • ls = detaillierte Ausgabe des Verzeichnisinhalts auf dem Server
  • lls = Ausgabe des Verzeichnisinhalts lokal
  • get dateiname = eine Datei zu sich runterladen
  • put dateiname = eine Datei von dem Verzeichnis, in dem man gerade ist, auf den Server hochladen.
  • delete dateiname = eine Deiner Dateien löschen!
  • mkdir verzeichnisname = auf dem ftp-Server ein neues Verzeichnis erstellen.
  • exit oder quit Beenden der ftp-Sitzung.

Zwei sehr praktische Befehle in sftp sind pwd, um Dir anzuzeigen, auf welchem Verzeichnis auf dem ftp-Server Du Dich gerade befindest, und lpwd, das Dir zeigt, von welchem Verzeichnis bei Dir aus Du gerade arbeitest.

Falls die Befehle mal anders heissen (z.B. rm oder del statt delete), steht das immer in der Hilfe. Es gibt auch ftp-Programme, bei denen man den Zielserver nicht schon beim Aufruf des Programm eingibt, sondern wo man erst das Programm mit "ftp" startet, und dann "open ftp.coli.uni-sb.de" eingibt. Die Funktionalität ist immer die selbe, aber die Implementationen kö,nnen verschieden sein. Es gibt auch graphische FTP-Clients, bei denen alles mit drag&drop abläuft...

Wenn Ihr sftp bei einem Server zum 1. Mal verwendet, wird gefragt, ob Ihr diesem Server vertraut. Innerhalb der CoLi könnt Ihr diese Frage mit ja (yes) beantworten. :-)

Host key not found from database.
[...]
Are you sure you want to continue connecting (yes/no)? yes

Anmerkung: Unter Windows ist das Hochladen von Dateien mit ftp am einfachsten, wenn sie sich auf dem Desktop befinden. Dann findet das Programm sie sofort, und man muss sich nicht die Mühe machen, die Syntax für den korrekten Pfad zu suchen.

 


 

LaTeX

Was ist das??

LaTeX ist eine MarkUp-Sprache, mit der man seinen Hausarbeiten und Folien professionell layouten kann. Grob kann man es mit HTML vergleichen, LaTeX hat allerdings ein vielfaches an Möglichkeiten!! Es ist zwar weniger intuitiv, seine Hausarbeiten mit LaTeX zu erstellen, als mit z.B. MS Word oder Apple Works, dafür ist das Ergebnis aber wirklich meilenweit besser, nicht nur das Layout, sondern auch was z.B. die Einbettung von mathematischen Formeln oder ausländische Schriftzeichen angeht.

Was soll der komische Name?

Ausgesprochen wird LaTeX (zumindest in Deutschland) wie Latech. Was auch die komische Schreibweise ein wenig erklärt, der letzte Buchstabe ist kein großes ix sondern der griechische Buchstabe chi. Ich glaube, der Erfinder schreibt den Namen immer so "tanzend", weil er angeben will, wieviele layouttechnische Spezialeffekte er in so ein kurzes Wort quetschen kann... :-)

Kurzkursinhalt

Gute, vollständige LaTeX-Kurse und Handbücher, auch auf englisch, gibt es im Web schon zuhauf, dies ist daher nur ein Überblick, wie das Layouten mit LaTeX grundlegend funktioniert, auf alle Feinheiten will und kann ich hier nicht eingehen, aber wenn Ihr das Prinzip durchschaut habt, könnt Ihr den Rest nachschlagen (siehe Referenzen am Anfang des Absatzes) und selbst herausfinden. Auch wie Du LaTeX für Dein jeweiliges Betriebssystem installiert bekommst, möchte ich hier in diesem Überblick nicht erklären.


Ein Beispiel für die Verwendung von LaTeX

Wenn Du zufällig eine fertige Hausarbeit oder sonst einen Text im ASCII-Format herumfliegen hast, kannst Du ihn gleich als Beispieldatei "missbrauchen". Dann siehst Du auch gleich, wie schnell man mit LaTeX aus einem ASCII-Text ein elegantes "Werk" zaubern kann...


1.) Der Header

Eine LaTeX-Datei braucht einen Header. Ich gebe hier ein paar Beispiel-Header für verschiedene Layouts an, die man einfach kopieren, und in ein leeres Textdokument (z.B. in emacs oder Wordpad. Nicht Word!) einsetzen kann. Diese Header kümmern sich um das Grundlayout. Auch wenn Ihr anfangs noch nicht versteht, was das alles soll - lasst LaTeX nur machen. Man kann später im Header wenn nötig diverse Spezialeffekte "laden" lassen, die ich hier gar nicht alle aufzählen werde. (z.B. für Bäume, Kästchen, mathematische Formeln, ausländische Schriften...)


2.) Das Beispiel-Dokument:

Habt Ihr einen Header Eurer Wahl in ein (ASCII-)Textverarbeitungsprogramm kopiert? Gut.

  • Im Header gebt Ihr als erstes Dinge wie Titel der Arbeit oder Euren Namen an. Was jeweils genau wohin gehört, steht in den Anmerkungen (in Blockschrift).
  • Euren ASCII-Beispieltext gebt ihr nun, wenn Ihr wollt, irgendwo zwischen begin{document} ... und ... end{document} ein. Ihr könnt auch für's erste nichts eingeben, dann steht da halt nur mein Beispiel-"blabla" da.
  • Speichert Eure Beispieldatei nun unter einem Namen ab, der mit dem Suffix .tex endet, z.B. beispiel.tex.


3.) Die Voransicht:

Um sehen zu können, wie das Dokument später plus Layout aussehen wird, muss man die .tex-Datei nach jeder Änderung neu "übersetzen", und zwar zuerst in eine sogannte DVI-Datei. Das erledigt für Euch der UNIX-Befehl

latex beispiel.tex
Unter Windows bzw MacOS geht das jeweils anders, schaut in Euren jeweiligen Distributionen nach, wie (z.B. das Programm LaTeX starten und dann die zu übersetzende .tex-Datei z.B. über ein Menü auswählen oder einen button druecken o.ä.).



4.) Die DVI-Datei:

Wenn die Übersetzung geklappt hat (eventuell gibt es Fehlermeldungen bei Syntaxfehlern, aber zu diesem Punkt haben wir eigentlich noch nicht wirklich etwas geschrieben, was Syntaxfehler enthalten kann) hat das Programm latex aus Eurer LaTeX-Datei beispiel.tex eine DVI-Voransichts-Datei namens beispiel.dvi generiert. DVI-Datei gefunden? Diese DVI-Datei könnt Ihr mit dem UNIX-Befehl

xdvi beispiel.dvi
anzeigen lassen. (Unter Win und Mac gibt es dafür wohl jeweils extra Aplikationen, mit denen man die dvi-Datei öffnen kann) Und, schwupp, hat Eurer stinknomaler ASCII-Text ein elegantes Layout. Das sich noch verbessern lässt:



5.) Stilformatierungen:

Verschieden große Überschriften, Kursivschrift, und Fußnoten sind für den Anfang erst einmal die wichtigsten Befehle, die man kennen sollte. Beispiele für die Anwendung:

Eingabe in .tex-DateiAussehen in .dvi-Datei
\section{Eine große Überschrift}

1 Eine große Überschrift

\subsection{Eine mittlere Überschrift}

1.1 Eine mittlere Überschrift

\subsubsection{Eine kleine Überschrift}

1.1.1 Eine kleine Überschrift

Ein \textit{ kursives } Wort im Text. Ein kursives Wort im Text.
An einem Wort \footnote{dieses Wort} hängt eine Fußnote. An einem Wort1 hängt eine Fußnote.
1 dieses Wort
\begin{tabular}{|l|l|}
\hline
links oben & rechts oben \\
\hline
links unten & rechts unten \\
\hline
\end{tabular}
links obenrechts oben
links untenrechts unten

Vorteile:

  • Wenn Ihr die \section{}-Befehle für Überschriften verwendet, erstellt LaTeX von selbst ein Inhaltsverzeichnis (genannt "dateiname.toc" = table of contents) aus diesen so gekennzeichneten Worten, und fügt es am Anfang des Dokuments ein.
  • Die Nummerierung der Kapitel uebernimmt LaTeX auch selbst, auch wenn Ihr Kapitel umstellt, muesst Ihr Euch nie um die Umnummerierung kuemmern.
  • Wenn Ihr Änderungen an den Überschriften gemacht habt, aber das Inhaltsverzeichnis das irgendwie nicht mitbekommen hat, löscht Ihr einfach die betreffende Datei "dateiname.toc". Diese Datei wird, wenn sie fehlt, von LaTeX immer wieder neu erstellt und somit aktualisiert.


6.) Postscript-Datei:

Wenn Ihr mit der Datei fertig und zufrieden seid, wandelt Ihr die DVI-Datei in eine Postscript-Datei mit der Endung .ps um. Postscript-Dateien können direkt an den Drucker gesendet werden, und sie dienen auch oft als schreibgeschuetztes Austauschformat, wenn man die Datei jemandem (meist einem universitären Linux/Unix-Benutzer) geben möchte.

dvips beispiel.dvi -o beispiel.ps
(DVI-Datei in Postscript umwandeln)
gv beispiel.ps
(Fertige Postscript-Datei in dem Programm Ghostview betrachten, ob die Darstellung richtig ist etc)
lpr beispiel.ps
(fertige Datei ausdrucken)
 
   
2008.08.26

http://www.ruthless.zathras.de/