Logo
RuTh's  RuThLEss  HomEpAgE

 

sTaRt
 
 
 
 
 
 
 
 
FuN
 
 
 
 
fAcTs
 
 
 
>
Linux-Kurs
>
CIP-Raum-Handout
>
Linux-Handout
>
Kurzreferenz
>
Einführung Programme
>
Fragen& Antworten (FAQ)
>
Glossar
>
Linux-Tools für Colis
>
Profitipps
>
Linux Links
 
 
 
 
 

Linux Fragen & Antworten (FAQ)

für User der Fakultät für Computerlinguistik an der UdS

Dies ist ein Linux-Kurs - d.h. ich kann keine Windows-Fragen beantworten.

 

Inhaltsübersicht

Allgemeines

Das Uni-Netzwerk

Programme und Kommandos

Drucken und Dateiformate

Disketten

Webbrowser und eMail

Deine eigene Homepage an der CoLi

Tipps zur Fehlerbehebung allgemein

 


 

Allgemeines

 

Q: Wo bekomme ich allgemeine Informationen über die Computer an der CoLi?

A: Generelle Information über an der CoLi angebotene Systemdienste (SSH, metaframe, DHCP, Mail&News, Drucker, Scanner), Computerkurse und Support bekommt man auf der Webseite der Systemgruppe. Auch diese Hilfe-Webseite, die ihr jetzt gerade lest, ist von dort erreichbar!
Betriebssysteme: An der CoLi verwenden wir Solaris-UNIX auf den zentralen Rechnern (den sog. Servern). Die Arbeitsplatzrechner laufen unter dem Betriebssystem Linux (Hinweis). Für Mitarbeiter und Hiwis gibt es auch Arbeitsplatzrechner und Laptops mit Windows oder MacOSX. Für Studenten gibt es im UG einen CIP-Raum mit 12 Linux-Rechnern (Zugang nur mit PIN und Magnetkarte).
Desweiteren gibt es einen Windows-Server, der es ermöglicht, dass man von Macs und Linux-Rechnern aus mit Hilfe eines Programmes namens "ICA Citrix-Client" auch Windows-Programme wie MS Word und Powerpoint nutzen kann. In der Psycholinguistik gibt es einen Apple-Server.
Anmeldung: Um ein Benutzer-Account an der CoLi zu bekommen, meldet man sich entweder während der Einführungsveranstaltung für Erstsemester, oder im Sekretariat bei Frau Riedel. Für sein Benutzeraccount wählt jeder einen Benutzernamen (zwischen 3 und 8 Buchstaben oder Zahlen, ohne Sonderzeichen, z.B. Initialen, Vor- oder Nachname etc), und ein geheimes Passwort. Passwort und Benutzername gelten sowohl für Windows als auch für Unix/Linux (Passwortänderung). Über das Rechenzentrum kann jeder Zugang zum Funk-LAN-Netz auf dem Campus für seinen privaten Laptop bekommen.
Private Dateien: Alle Rechner im CoLi-Netzwerk können auf die sogenannten zentralen Home-Verzeichnisse auf den UNIX-Servern zugreifen, wo Benutzer ihre privaten Dateien passwortgeschützt und von überall erreichbar ablegen.

 

Q: Was bedeuten die Sonderzeichen ~, |, @ und \, und wie gebe ich sie ein?

A: Wenn das Eintippen von Sonderzeichen nicht klappt, kann es sein, dass (unabhängig davon, was auf der Tastatur aufgedruckt ist) die falsche Tastaturbelegung eingestellt ist! Zum Bsp eine US-Amerikanische - dann sind nicht nur y und z vertauscht, sondern alle Sonderzeichen sind woanders... Diese Sonderzeichen daher nicht in Passwörtern verwenden!

SonderzeichenPC-TastaturMac-TastaturInfo
~ Tildealt-gr "+"Alt "n"Falls die Tilde nicht sofort zu erscheinen scheint, muss man danach noch ein Leerzeichen tippen!
| Pipealt-gr "<"Alt "7"Die "pipe" wird in Linux verwendet, um die Ausgabe eines Befehls als Eingabe für den nächsten Befehl weiterzuleiten. So lassen sich mehrere Funktionen verketten; z.B. bedeutet sort liste.txt | a2ps "sortiere die Liste und drucke sie dann".
@ Klammeraffealt-gr "q"System7-8: Alt-Shift "1" (Eins)
MacOS9-X: Alt "l" ('L')
Dieses Zeichen hat sich als Trennzeichen in eMail-Adressen inzwischen zum Symbol des Internetzeitalters hochgearbeitet, nachdem es über hundert Jahre lang ein unauffälliges langweiliges Buchhalterleben führte. Das "@" ist eigentlich nur die Ligatur (Kurzschreibweise) für das englische Wort "at" in langweiligen von Hand oder (später) mit Schreibmaschine geschrieben Preislisten.
\ Backslashalt-gr "ß"Alt-Shift "7"Der "backslash" wird in der Linuxshell als Escape-Zeichen verwendet, wenn ein Zeichen ausnahmsweise einfach hingeschrieben und nicht als Teil der Syntax interpretiert werden soll. Bsp: echo \$20.

 

Q: Warum wird mein Passwort manchmal nicht angenommen?

A: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wenn Ihr sicher seid, Euch nicht vertippt zu haben:

  • Wenn immer ein bestimmter Computern die Annahme des Passwortes verweigert, könnte er eine falsche Tastaturbelegung haben. Dann stimmen die im Computer "ankommenden" Buchstaben nicht mit dem Aufdruck auf der Tastatur überein. In diesem Fall musst Du (durch Ausprobieren, z.B. im Login-Feld) rausfinden, wo die Zeichen, die Du für Dein Passwort brauchst, auf dieser Tastatur tatsächlich liegen. Bestimmte Sonderzeichen sind generell für Passwörter gesperrt.
  • Ein weiterer Grund ist oft eine gedrückte Shift-Lock (= Caps-Lock = Feststelltaste) -- d.h. man gibt sein Passwort unbemerkt mit Großbuchstaben ein.
  • Auch ein deaktivierter Zahlenblock kann bei PCs ein Grund sein: Bei der Eingabe von Zahlen bitte immer die "echten" Zahlen im Hauptteil der Tastatur verwenden.

 

Q: Wie ändere ich mein Passwort?

A: Die Passwörter für Eure Windows-, Unix-, bzw Apple-Accounts sind unabhägig von einander, Ihr müsst also selbst daran denken, alle zu ändern.

  • Unter Windows einloggen (z.B. mit dem MetaFrame-Client von Linux aus)
  • Dann die Tasten CTRL-ALT-ENTF drücken, um einen Manager-Dialog anzuzeigen (Achtung: im Metaframe-Fenster unter Linux muss der Mousepfeil innerhalb des Windows-Fensters sein, sonst startet Ihr durch dieses Kommando den Linux-Rechner neu! Unter KDE gibt es hier noch Probleme.)
  • In dem Manager-Dialog klickt Ihr den Knopf "Passwort ändern" ... dann die Maske ausfüllen, fertig.
  • Falls man noch nicht unter Linux eingeloggt ist, dies tun. Dort in einem Terminalfenster den Befehl 'passwd' eintippen, nun ertst 1x altes Passwort eingeben, dann neues passwort 2x, jeweils mit Return bestätigen, fertig.
  • In MacOSX genauso wie unter Linux, oder wahlweise unter "Apple-Menü->Systemeinstellungen->Mein Account->Mein Kennwort ändern".

 

Q: Wie verwende ich an einem Linux-PC Windows-Programme?

A: Seit dem WS 2001/2002 ist bei uns MetaFrame installiert, ein Programm, mit dem man Windows in einem Fenster innerhalb von Linux verwenden kann.

  • Bei den Accounts, die zw. 2001-3 erstellt wurden, ist 'Windows' als Menüpunkt im Root-Menü eingetragen.
  • Wer den Menüpunkt noch nicht hat, startet die Verbindung durch folgende Eingabe ins Terminal
    wfica &
  • Warten, bis das Windows-Einloggfenster kommt. Bitte aus dem Popup-Menü "COLI" anwählen! (nicht "FRAME"); nun sich mit Login und Passwort anmelden.
  • Ausloggen geht über das Windows-Start-Menu -- bitte nicht einfach das Fenster zuklicken, da ihr so imme rnoch eine der Lizenzen belegt!

Um auch unter Windows Zugriff auf Euer Unix-Home zu haben

  • Im Windows-Desktop mit der rechten Mousetaste auf Netzwerkumgebung klicken
  • aus dem Kontextmenu 'Netzlaufwerke verbinden' wä,hlen
  • In das erste Feld H: eintragen, in das zweite \\top\meineLogin
  • Sicherstellen, dass das Häkchen bei 'Verbindung wiederherstellen' da ist, 'OK' klicken.
  • Nun befindet sich unter Arbeitsplatz ein Laufwerk H:, dass Eure Unix-Home enthält!

 

Q: Wie mache ich individuelle Voreinstellungen in meinem Linux-Account?

Es gibt mehrere "unsichtbare" Dateien, in denen Du Deine individuellen Einstellungen konfigurieren kannst. Unsichtbare Dateien haben einen Namen, der mit einem Punkt beginnt, sie werden nur angezeigt, wenn man sich die Dateien einen Verzeichnisses statt mit 'ls' mit 'ls -a' auflisten lässt.

Es gibt zwei Methoden, sie zu ändern -- wenn man einen Windowsmanager wie KDE oder Gnome verwendet (ab WS2003) gibt es Voreinstellungsmenüpunkte und mit der rechten Mousetaste aufrufbare Kontext-Menüs als benutzerfreundliche Konfigurationshilfe.

Verwendet man jedoch einen anderen Windowsmanager (z.B. FVWM2), muss man diese Konfigurationsdateien von Hand anpassen, indem man sie mit einem Texteditor wie emacs oder pico öffnet:

  • Mach sicherheitshalber immer eine Kopie der letzten noch funktionierenden Version! Ändere nur Dinge, die Du verstehst, denn wenn Du einen Fehler machst, setzt Du im schlimmsten Fall Dein ganzes Account außer Gefecht...
  • .bashrc: Die Linux-Shell, die wir an der CoLi verwenden, heisst 'bash', ihre Konfigurationsdatei heisst '.bashrc'. Hier konfiguriert man ganz grundlegende Dinge, wie seine Aliase, seine Programm-Pfade, seinen Drucker, seinen bevorzugten Texteditor (emacs, pico, vi...). BSP:
    # global bashrc
    ...
    # add your customizations after this line:
    alias ls="ls -F"
    alias ll="ls -l  --color=tty"
    alias la="ls -al"
    alias rm="rm -i"
    alias cp="cp -i"
    alias mv="mv -i"
    alias lsize='du -s * .[0-Z]* | sort -n | less'
    alias whoi='who -i | grep -v " old | sort +3 -Mn"'
    alias richtig="export TERM=vt100 ; reset"
    alias windows='/coli/apps/ICA/wfica &'
    # Suchpfade:
    export PATH=$PATH:/coli/apps/mosml/bin
    export PATH=$PATH:/coli/apps/sicstus/bin
    export PATH=$PATH:/coli/apps/netscape-4.7/bin
    export PATH=$PATH:/usr/sbin
    export PATH=$PATH:/coli/apps/mozart-1.2.0.20010404/bin
    # Drucker:
    export PRINTER=univers
    # Editor
    export EDITOR=emacs
    
  • .xsession: In dieser Datei konfiguriert man alles, was mit der graphischen Oberfläche zu tun hat. Dazu gehört das Hintergrundbild/-farbe, xbiff (ein eMail-Eingangs-Benachrichtiger), xclock (eine Uhr), und xload (eine Anzeige, wie sehr der PC gerade schuften muss). Wenn es bestimmte Programme gibt, die man jeden Tag benutzt, z.B. Terminal-Fenster auf den Servern und dem lokalen Rechner, oder der Browser, trägt man diese hier auch ein, dann werden sie bei jedem einloggen automatisch gestartet. Die letzte Zeile ruft immer den Window-Manager (das Programm, das die Fenster zeichnet) selbst auf, z.B. fvwm2. BSP:
    #!/bin/bash
    ...
    # personal setup follows:
    xon gnome xterm -sb& # Terminalfenster auf dem Server Gnome
    xterm -sb & # Lokales Terminalfenster
    netscape & # Netscape automatisch  öffnen
    xsetroot -solid darkblue # Hintergrundfarbe
    xon gnome xclock -geometry 77x77-1+101 & # eine Uhr
    xon gnome xbiff  -geometry 77x77-90+101 & # eMail-Benachrichtiger
    # CPU-Auslastungsanzeigen fuer lokalen Rechner und fuer Server:
    xload -scale 4 -label "lokal" -update 2 -fg darkblue -geometry 165x90-0+188 &
    xon gnome xload -scale 4 -label "Gnome" -update 2 -fg darkblue -geometry 165x90-0+291 &
    # Als letztes, Window-Manager starten
    fvwm2
  • .fvwm2rc: Diese Datei enthält sozusagen das 'Theme' Eures Window-Managers, wenn Ihr fvwm2 nutzt. Hier kann alles übrige eingestellt werden -- auf die Mousetasten können eigene Menüs gelegt werden, jedes Fenster kann eigene Farben, Ränder, Hintergründe, Schriften, Titel, Icons, Buttons, und Menüs haben... Aufgrund des Umfangs kann ich hier keine Beispiele geben -- wenn Ihr diese Datei anpassen wollt, fragt jemanden, dessen individualiserte Einstellungen Euch gefallen, nach seiner .fvwm2rc, und versucht, daraus zu lernen, bzw sucht Euch eine .fvwm2rc im Internet. Wenn Ihr KDE nutzt, heisst die Datei .kderc.
  • siehe auch .signature und .plan, um unter Deine eMails bzw unter Deine Account-Beschreibung eine persönliche Nachricht drunter zu setzen.

 

Q: Was mache ich, wenn ich -s gedrückt habe, und mein Terminal keine Befehle mehr annimmt?

A: Um ein mit ctrl-S gestopptes Terminal weiterlaufen zu lassen, tippt man ctrl-Q. Sein Terminal auf diese Weise kurzfristig zu stoppen und weiterlaufen zu lassen, ist praktisch, wenn man viel vorbeiscrollenden Output im Fenster hat, den man kurz "einfrieren" möchte, um ihn zu lesen, ohne das laufende Programm unterbrechen.

 

Q: Wie stelle ich gelöschte Dateien wieder her?

A: Das Rechenzentrum macht 1x jeden Tag um Mitternacht eine Sicherheitskopie aller Dateien in den Home-Verzeichnissen (Dateien im sogenannten Shadow-homeverzeichnis werden nicht gebackupt). Um Dateien wiederherzustellen, muss man das Datum (+/- 1 Tag) und den Dateinamen wissen, und auf dem Server Troll eingeloggt sein. Man kann die alte Datei von der wiederhergestellten Datei überschreiben lassen, oder die neue unter einem neuen Namen abspeichern (das Programm fragt vorher).
Man startet das Graphische Interface mit dem Kommando nwrecover:

  • $ ssh troll
  • $ nwrecover &
  • Menü "View" > "File details" aktivieren, um im Explorer-Fenster Backup-Datum und Datei-Größe anzeigen zu lassen.
  • Menü "Change" > "Browse Time". Hier das gewünschte Datum (bzw einen Tag davor) für die Reise in die Vergangenheit einstellen, und OK drücken.
  • Im Explorer die gewünschte/n Datei/en ankreuzen
  • Start-Knopf drücken.
  • Lange warten.

Alternativ dazu gibt es auf troll auch ein textbasiertes Recover-Programm -- falls man keine graphische Benutzeroberfläche hat. Man startet es durch die Eingabe von:

$ recover
Als ersten Befehl gibt man meist 'help' ein, um eine Liste der Befehle zu bekommen (man braucht sie nicht auswendig zu lernen). Normalerweise gibt man nacheinander folgende Kommandos ein:
  • changetime Jan 17 2002 (Die Reise in die Vergangenheit beginnt. Das Format der Datumsangabe ist wichtig! Englische 3-buchstabig abgekürzte Monatsnamen, Tag, Jahr)
  • versions dateiname (zeigt eine liste der gespeicherten versionen einer datei)
  • add, bzw. delete dateiname (fügt datei der recover-liste hinzu, bzw entfernt sie wieder)
  • list (zeigt die liste der angeforderten dateien)
  • force/noforce (ob vorhandene neuere gleichnamige Dateien überschrieben werden sollen, oder nicht)
  • destination (zeigt den aktuellen Wiederherstellungsort an)
  • relocate pfad (lässt Dich einen anderen Wiederherstellungsort statt destination festlegen)
  • recover (startet den vorgang)
  • quit (beenden)

 

Q: Wieso kann ich keine Dateien mehr abspeichern? (Festplattenplatz sparen)

A: Information Vorweg: Die CoLi bezahlt das Rechenzentrum dafür, jeden Tag von den Dateien in unseren Homeverzeichnissen Sicherheitskopien anzufertigen. Das ist sehr teuer, und wir bezahlen nach Menge! Daher ist der Plan, dass jeder nur die Dateien in seinem Homeverzeichnis liegen hat, an denen er gerade arbeitet, und von denen er wirklich täglich Sicherheitskopien braucht.

Andere Dateien -- z.B. heruntergeladene Skripte -- sollen nicht im Homeverzeichnis abgelegt werden, da sie rekonstruierbar sind! Bitte belagert nicht den allen Studenten und Mitarbeitern(!) zur Verfügung stehenden "sicheren" platz mit Dateien, die nicht gebackupt werden brauchen. Wenn die Kapazität erschöpft ist, hat das zur Folge, dass andere Leute nichts mehr abspeichern können, d.h., nicht mehr weiterarbeiten können!
Festplatten gibt es, das ist nicht das Problem. Wenn ihr einen alternativen Ort sucht, wo ihr Daten speichern könnt, die NICHT in der Sicherheitskopie des Rechenzentrums auftauchen müssen, kopiert diese bitte dringend in eurer sogenanntes Shadow-Homeverzeichnis.

Ausserdem solltet ihr eure Netscape-Mail-Folder öfters mal komprimieren (dafür gibt es Menu-Punkte im File-Menu von Netscape), und v.a. den Papierkorb von Netscape regelmässig leeren - der belegt Platz, der anderen fehlt.

 

Q: Wo und was ist das "Shadow-Home-Verzeichnis"?

A: Jeder Benutzer an der Coli hat ein eigenes Homeverzeichnis und ein eigenes Shadow-Homeverzeichnis. Die Dateien in beiden Verzeichnissen sind von jedem Rechner der Coli aus erreichbar, somit ist es egal, an welchem Rechner man sich (z.B. für Studenten: im CIP-Raum; für Mitarbeiter: in den Büros) einloggt.
Im Homeverzeichnis gibt es begrenzten Platz, dort speichert jeder seine Dateien ab, von denen er möchte, dass automatisch Sicherheitskopien angefertigt werden. Vom Shadow-Homeverzeichnis werden keine automatischen Sicherheitskopien angefertigt, dafür gibt es dort keine Platzbeschränkung! Finden kann man sein Shadow-Homeverzeichnis wie folgt:
Ihr findet zuerst den Pfad zu eurem Home-Verzeichnis mit dem Linux-Befehl

$ echo ~
(das ist eine alleinstehende Tilde)
Dieser Home-Pfad könnte z.B. so aussehen:
/home/CE/martin
Dann ist dementsprechend eurer Shadow-Verzeichnis zu finden unter:
/home/CE.shadow/martin
Dateien vom "Home" zum "Shadow-home" kopieren könnt ihr mit dem cp-befehl:
cp /home/CE/martin/diesedatei /home/CE.shadow/martin/

 

Q: Wie funktionieren der 'Pager' und die 'Virtuellen Bildschirme'?

A: Der Pager ist ein Fenster, das in mehrere kleine Felder aufgeteilt ist; abhängig von der individuellen Konfiguration befindet er sich irgendwo am Rand des Linux-Bildschirms. Über den Pager nutzt man die Funktion der "virtuellen Bildschirme".
Eines der Pager-Feld ist immer hervorgehoben -- das symbolisiert den aktuellen virtuellen Bildschirm. Alle Fenster, die zur Zeit geöffnet sind, sind diesem virtuellen Bildschirm zugeordnet. Klickt man mit der linken Mousetaste in ein anderes Pager-Feld, wechselt man "auf einen anderen virtuellen Bildschirm", auf dem man weitere Fenster öffnen kann. Jeder Virtuelle Bildschirm merkt sich, welche Fenster ihm zugeordet sind, und indem man ihn anklickt, bekommt man diese Fenster wieder angezeigt, alle anderen bleiben ausgeblendet.
Jedes Fenster ist durch ein verkleinertes Abbild im Pager wiedergegeben. Fenster können von einem virtuellen Bildschirm in den anderen verschoben werden, indem man ihr Bild innerhalb des Pager mit der mittlere Mousetaste verschiebt.

 

Q: Wie finde ich eine Datei, die ein bestimmtes Wort enthält?

A: Du wechselst in das Verzeichnis, ab dem Du alle Unterverzeichnisse durchsuchen möchtest, und gibst ein

find * | xargs grep suchwort
Wenn Du nur txt-Dateien (nut .doc/.xls...Dateien) durchsuchen willst, kannst Du die Endung angeben:
find * -name "*.txt" -print | xargs grep suchwort

 

 

Das Uni-Netzwerk

 

Q: Was ist der Unterschied zwischen 'lokal' und 'auf dem Server'?

A: Bei Rechnern, die (wie im CIP-Raum und in den Büros) ständig mit den zentralen Servern verbunden sind, muss man sich bewusst sein, ob man gerade ein Kommando an den lokalen Rechner (der PC, der in Reichweite unter dem Tisch steht) oder an einen Server (Große Zentralrechner im Keller) gesendet hat.
Denn man kann sich als Benutzer sowohl auf Servern als auch auf dem lokalen Rechner einloggen - in beiden Fällen bekommt man ein Fenster, in das man Kommandos eintippt. Die Unterscheidung ist daher wichtig, da manche Programme nur auf dem Server sind, und andere nur lokal; auch auf das Diskettenlaufwerk kann man z.B. nur vom lokalen Rechner aus zugreifen.
Ob das Fenster zum Server oder zum lokalen Rechner gehört, erkennt man an der Eingabeaufforderung, z.B. bedeutet '[martin@gnome] $', dass ein Benutzer namens Martin hier Befehle an den Rechner 'gnome' schicken kann.

Welche Rechner sind die Server? Siehe die CoLi-Serverliste: zip, head, gnome, troll, top.coli.uni-sb.de. Du kannst Dich durch die Eingabe von 'ssh gnome.coli.uni-sb.de' z.B. auf dem Server Gnome einloggen, und die Programme dort nutzen.

Wie finde ich den Namen des lokalen Rechners sicher heraus? Du drückst STRG-ALT-F1, in dem nun angezeigten Text-Terminal liest Du den Namen nach (z.b. tree, rem, del, copy.in.coli.uni-sb.de u.a.), dann schaltest Du mit STRG-ALT-F7 wieder zurück. Du kannst Dich durch die Eingabe von 'ssh tree.in.coli.uni-sb.de' z.B. auf dem lokalen Rechner Tree einloggen, und auf sein Diskettenlaufwerk zugreifen.

 

Q: Wie greife ich auf die CD-ROM-Datenbank der Universitätsbibliothek zu?

A: Die UB bietet zahleiche CD-ROMs zu verschiedenen Studienbereichen als Recherchequellen an, die man auch über das Uni-Netzwerk ansehen kann (im CIP-Raum ohne Ton). Die CDs enthalten Nachschlagewerke, Zeitschriften, Bildbände etc... (Liste) Unbedingt mal ausprobieren! So kommt Ihr ran: [Danke an Garance]

  • Den Windows-Client 'Citrix' starten:
    Wer 'Windows' nicht schon in seinem Root-Menü stehen hat, gibt dazu in einem lokalen Terminalfenster ein:
    /coli/apps/ICA/wfica &
  • Dann in dem Windows-Fenster einloggen und den Web-Browser 'Netscape Navigator' (oder alternativ Internet Explorer) starten.
  • In die Adresszeile gebt ihr ein
    http://sulbwinc.sulb.uni-saarland.de/_download/netman.ica.txt
    Diese kleine Datei runterladen, und auf dem Windows-Desktop speichern.
    Dazu wählt ihr aus dem 'Datei'-Menü den Punkt 'Speichern unter...', wählt dort 'Desktop' als Ziel aus, und klickt dann auf Speichern. Die Datei solltet Ihr jetzt als Textdatei namens 'netman.ica' auf dem Windows-Desktop sehen können.
  • Nun müsst Ihr den Namen der Datei ändern, damit sie als ausführbares Programm erkannt wird:
    • Zuerst müsst Ihr dazu auf dem Desktop das Symbol 'Arbeitsplatz' doppelklicken, um das 'Arbeitsplatz'-Fenster zu öffnen. Dieses Fenster hat ein 'Extras'-Menü, von dem Ihr den Menüpunkt 'Ordneroptionen' anwählt.
    • In dem dann kommenden Einstellungsfenster klickt Ihr oben auf den Reiter 'Ansicht'. Dann erscheint eine Liste von Einstellungsmöglichkeiten. Stellt sicher, dass 'Dateinamenerweiterung bei bekannten Dateitypen ausblenden' deaktiviert ist.
    • Am Ende klickt Ihr auf 'übernehmen' und danach auf 'OK'.
  • Durch diese Einstellung wird bei der runtergeladenen Textdatei die verborgene Endung eingeblendet, sie heisst jetzt wieder 'netman.ica.txt'. Klickt in den Namen dieser Datei, und löscht die letzten vier Buchstaben, so dass sie 'netman.ica' heisst. Wenn Ihr anschliessend einmal auf den Desktop klickt, sollte sich Ihr Dateisymbol von einem Textsymbol zu einem 'ICA'-Symbol ändern -- dann hat es geklappt.

Die eben erklärte Vorbereitung muss man nur einmalig machen!
Um sich in Zukunft mit der UB zu verbinden, startet man wieder den Citrix-Client, logt sich ein und doppelklickt dieses ICA-Symbol. Dann öffnet sich ein Fenster, aus dem man die gewünschte CD-ROM auswählen kann. Ihr Inhalt wird dann direkt auf dem Bildschirm angezeigt, als hättet Ihr sie bei Eurem lokalen Rechner ins CD-Laufwerk gelegt.

Ihr dürft dem ICA-Symbol vor der Endung auch einen anderen Namen geben, wenn Ihr wollt, z.B. 'CD-ROMs der UB.ica'.
Praktisch: Indem Ihr in dem CD-ROM-Datenbankfenster auf 'Export per eMail' klickt, könnt Ihr übrigens von Euch exportierte Daten aus den CD-ROMs an Euch selbst zuschicken lassen.

 

Q: Wie sehe ich, ob eine Buchse fürs Internet oder Telephon freigeschaltet ist?

A: Solche Informationen findet man auf der Webseite des Rechenzentrums. die Informationen dort sind in der regel recht aktuell und werden vom rz automatisch generiert.
http://netman.rz.uni-sb.de
Dort wählt man das gewünschte Gebäude und Stockwerk. eine dokumentation wie die daten dort zu lesen sind, befindet sich ebenfalls auf dieser seite.
meist ist in jedem raum mindestens eine dose freigeschaltet. welche dosen sich in den einzelnen räumen befinden, steht in den gebäudeplänen (auf der selben webseite).
man beachte den Unterschied zwischen den zwei in der coli verfügbaren netzwerken: das 104er ist nur intern, das 68er hat auch verbindung 'zur aussenwelt'.

Q: Wie stelle ich von zu Hause eine Verbindung zur Uni her?

Du kannst Dich von zu Hause mit einem sogenannten SSH-client auf dem Server gnome.coli.uni-sb.de an der CoLi einloggen (telnet wie früher ist nicht mehr möglich). Unter Linux sieht das z.B. so aus:

[martin@zuhause] (~) $ ssh martin@gnome.coli.uni-sb.de
martin@gnome.coli.uni-sb.de's password: 
Last login: Wed Oct 30 2002 15:48:23 +0100 from bla.coli.uni-sb.de
Sun Microsystems Inc.   SunOS 5.8       Generic February 2000
You have mail.
bashrc@gnome.at.coli.uni-sb.de  for martin
[martin@gnome] (~) $ 

Bei einem graphischen ssh-client heisst der wichtigste Menüpunkt meist 'Connect' oder 'Verbinden', dann bekommt man ein Fenster, wo man den Ziel-Server (gnome.coli.uni-sb.de), seine Login und sein Passwort eintippt.
Mehr zum Datei-Tranfer zwischen CoLi und außerhalb.
Mehr info über SSH und Downloadlinks von SHH-clients von der Systemgruppe.

 

 

Programme und Kommandos

 

Q: Was mache ich bei der Fehlermeldung "bash: command not found"?

A: Nicht alle Programme sind auf allen Rechnern installiert! Vergewissere Dich, dass Du den Befehl im richtigen Terminal-Fenster eingegeben hast: Es gibt Server-Fenster und lokale Terminalfenster.

 

Q: Wieso kann derselbe Linux-Befehl sich einmal so verhalten, und einmal anders??

A: Die UNIX- und Linux-Programme sind zwar im Prinzip identisch und miteinander kompatibel; aber wir hatten schon mal den Fall, dass ein und der selbe Befehl (ich glaube, es war 'sort'), auf einem UNIX-Rechner und auf einem Linux-Rechner ausgeführt, unterschiedliche Ergebnisse produzierten, da die Defaulteinstellungen verschieden waren...

 

Q: Gibt es die praktischen Linux-Programme auch für Windows?

A: Ja, zum großen Teil:

  • Download-Link für telnet/ssh-Executable.
  • GhostView für Windows, öffnet und druckt .ps-Dateien (Postscript).
  • TeXnic ist ein LaTeX-Viewer für Windows.
  • flex, lex, bison und yacc Parser und Scanner für Windows.
  • Sonst: Cygwin enthält sehr viele Linux-Programme, die Homepage enthält Hilfedateien (FAQ) zur Verwendung und installation.

 

Q: Gibt es Word, Excel, Media Player, Quicktime Player für Linux? Wie öffne ich Dateien mit den Endungen .doc, .xls, .mov oder .avi in Linux?

A: Es gibt äquivalente Programme, die diese Formate öffnen können:

  • Textverarbeitung: Das Linux-Programm OpenOffice kann die ganzen Microsoft-Office-Formate wie Word oder Excel (.doc und .xls) verarbeiten. Unter dem Namen 'oofice' ist es auf unserem CIP-Raum-Server 'Zip' installiert.
    Außerdem kann man formatierten Text mit Bildern auch in HTML oder --sehr viel professioneller-- mit dem Programm LaTeX erstellen. Für Texte in ausländischen Schriften (Kanji, kyrillisch, hebräisch, u.v.m....) eignet sich u.a. Emacs.
  • Graphiken, Schaubilder Die Linuxprogramme xpaint und gimp sind sehr gute Graphikprogramme, xv ist ein Bildbetrachter und -Konverter.
  • AVI-Player: XMMS-Plugin bei SourceForge, Avifile bei RPMfind
  • Apple Quicktime
    • Offiziell gibt es von Apple Computers noch keine Version für Linux. Aber es gibt neuerdings OpenQuicktime von SourceForge, bzw HeroineWarrior (ist im endeffekt das gleiche projekt). Letztere bieten ausserdem X-Movie, das auch viele Formate unterstüzt
    • Der geniale ungarische MPlayer spielt alle Formate unter Linux -- Quicktime MOV, Quicktime Sorenson, AVI, DivX, Ogg Vorbis, Windows Media...
    • Oder alternativ: den Windowsemulator wine installieren, und dann die QuickTime-Standaloneversion für Windows installieren.

 

Q: Wo kann ich für den Programmierkurs MOSML runterladen?

A: http://www.dina.dk/~sestoft/mosml.html

 

 

Drucken und Dateiformate

 

Q: Wie drucke ich Dateien unter Linux?

A: WICHTIG: Beim Drucken muss man auf das Format der zu druckenden Datei achten! Das Format erkennt man an der Endung:

Format         Endung          wird gedruckt mit dem Kommando
-----------------------------------------------------------------------------
Postscript     ps              lpr bla.ps
purer Text     txt             a2ps bla.txt
SML-Programm   sml             a2ps -Ecaml bla.sml
Programme      sml, lisp, pl   emacs bla.sml -> Menüpunkt "print postscriptbuffer"
PDF            pdf             acroread bla.pdf -> Menüpunkt "print"
Bild           jpg, gif, ...   gimp oder xv -> Menüpunkt "print"
Webseite       html u.a.       mozilla -> Menüpunkt "print"
komprimiert    gz, tgz, zip    !! kann man nicht drucken - erst auspacken !!

 

Q: Wie drucke ich die Seiten dieses Linux-Kurses im Browser?

A: Im oberen Rand des Browserfensters auf "Drucken" oder "Print" klicken, oder "Drucken" im "Ablage"-Menü ("File-Menü") auswählen.

 

Q: Warum geht in Netscape der "Drucken"- bzw "Print"-Button nicht?

A: Wenn das Drucken aus irgendeinem Grund fehleschlägt, dann könnt Ihr die Webseite "in eine Datei drucken" (d.h. im Drucken-Menü statt zu drucken, die Seite als Datei speichern), zB unter dem Namen "netscape.ps". Diese Postscript-Datei liegt dann in Eurem Verzeichnis, und Ihr könnt sie drucken, indem Ihr lpr netscape.ps eingebt.

Ansonsten solltet ihr darauf achten, dass im Titel der zu druckenden Datei kein Umlaute oder Sonderzeichen vorkommen! Auch hier ist die Lösung, beim "in die Datei drucken" gleich einen neuen umlautlosen Namen zu wählen (wie eben zB das erwähnte "netscape.ps" oben).

 

Q: Was bedeutet: "Printer: none@head - ERROR: spool queue for 'none' does not exist on server head."?

A: Das bedeutet, dass in Deinem neuen Linux-Account noch kein Drucker eingestellt ist. Dies kannst Du nachholen, indem du die Voreinstellungsdatei .bashrc wie folgt editierst:

  • Öffne die Datei .bashrc mit einem Texteditor wie z.B. Emacs:
    emacs ~/.bashrc
  • Scrolle ganz nach unten. Suche die Zeile, in der steht
    # export printer=univers
  • Wenn vor dem Wort 'export' ein #-Zeichen ist, ist Dein Drucker deaktiviert. Lösche das #-Zeichen am Anfang dieser Zeile, um die Druckereinstellung wieder zu aktivieren.
    export printer=univers
  • CoLi-Studenten drucken im CIP-Raum auf den Drucker 'univers' (neu anstatt 'futura'). Wenn Du kein CoLi-Student bist, sondern Phonetiker, Projekt-Hiwi, Mitarbeiter oder so, dann musst Du an dieser Stelle einen anderen Drucker angeben (Anleitung, wie das geht).
  • Am Ende speicherst Du die Datei mit dem Menü-Befehl Save Buffer (oder Kurzbefehl ^X^S), und beendest emacs.
  • Die neuen Einstellungen sind in allen Terminalfenstern aktiv, die nach dieser Änderung geöffnet wurden. In schon zuvor geöffnete Fenster kann man sie nachträglich durch den Befehl 'source ~/.bashrc' laden.

 

Q: Wie betrachte und erzeuge ich PDF- und Postscript-Dateien (.pdf, .ps)?

A: Häufig werden Skripte oder Übungsblätter von Dozenten als PDF oder PS-Dateien zum Downloaden und Drucken angeboten:

  • Postscript-Dateien (.ps) öffnet man unter Linux mit dem Programm Ghostview:
    gv Datei.ps
    Aus jedem Dokument kann man unter Linux eine Postscript-Datei herstellen, indem man bei Drucken "print into file" ("in Datei drucken") auswählt. Pure Textdateien kann man auch wie folgt in Postscript konvertieren:
    a2ps meinText.txt -o ausgabedatei.ps
  • PDF-Dateien sieht man an mit dem "Adobe Acrobat Reader", durch Eingabe von
    acroread Datei.pdf
    Selbst herstellen kann man echte pdf-Dateien unter Linux und Windows nur, wenn man das Programm Adobe Acrobat besitzt (teuer). Manche Programme von Corel haben in der Vollversion Exportfilter für PDF. MacOSX kann über das Drucken-Menü alle Dateien zu PDF konvertieren, indem es sie 'in eine Datei druckt'.
  • Unter Linux gibt es die Möglichkeit, PDF-äquivalente Dateien aus PS-Dateien zu erstellen: Man konvertiert die PS-Datei mit dem Befehl 'convert':
    convert Eingabedatei.ps Ausgabedatei.pdf
    (Danke an Dirk). Die Ausgabe ist nicht 100%ig perfekt, aber besser als US$249 ausgeben. Alternativ gibt es auch die Befehle 'ps2pdf' oder 'pstopdf', abhängig davon, was gerade installiert ist.

 

 

Q: Wie drucke ich mehrere Seiten papiersparend auf ein Blatt?

A: Dies hängt wieder (siehe oben) davon ab, welches Datei-Format gedruckt werden soll:

  • Postscript-Datei 2-auf-1 drucken:
    psnup -2 MeinText.ps | lpr
  • Pure Textdatei 2-auf-1 drucken:
    a2ps -2 meinText.txt
  • Word-Dokument 2-auf-1 drucken:
    Erweiterten Verkleinerungs-Einstellungen im Druckmenü von Word.
  • PDF-Dokument oder irgendetwas anderes 2-auf-1 drucken:
    Im Druckmenü 'print to file' wählen, die dadurch entstehenden Postscript-Datei unter einem beliebigen Namen (Endung .ps) ins Homeverzeichnis speichern -- dann weiter wie mit PostScript-Datei (siehe oben).

Unter Linux wird im CIP-Raum zudem mit Hilfe des Duplexers im Drucker standardmäßig beidseitig gedruckt. Wenn Ihr ein postscript-dokument explizit einseitig drucken müsst (Hausarbeit etc), gebt Ihr ein

lpr -Z simplex Datei.ps

Beispiel: psnup -2 verkleinert unter Linux zum Beispiel ein 100-seitiges Dokument auf 50 Seiten, indem es DIN A4 auf A5 verkleinert; diese werden zudem dank des Duplexers des Druckers doppelseitig auf nur 25 Blatt gedruckt. Mehr als psnup -4 (DIN A4 -> A6) wird zugegebenermaßen sogar bei Overheadfolien und sonstigem "Großgedruckten" langsam unleserlich.

 

Q: Wie finde ich raus, warum der Drucker nicht druckt?

A: Bitte auf keinen Fall den Druckauftrag weitere Male absenden!! Drucker sind wie Computer sehr pingelig, und führen doppelte Befehle doppelt aus. Wenn sich beim Drucker nach dem Abschicken des Druckbefehls nichts rührt, sollte man sofort überprüfen, ob ein Fehler aufgetreten ist, bzw ob die Warteschlange voll ist:

Dazu lpq --Abk für "line printer queue"-- eintippen; dann werden der gewählte Drucker, seine Warteschlange (also was sonst noch alles gerade gedruckt wird) und ein Statusbericht des Druckers bzw etwaige Fehlermeldungen wie "paper jam" ins Terminal ausgegeben. In der Queue-Liste könnt Ihr Euch vergewissern, ob der gewüschte Drucker Euren Druckbefehl überhaupt mitbekommen hat.

 

Q: Wie behebe ich einen Papierstau?

A: Die häufigsten Fehlerquellen sind:
  • Meistens staut sich das Papier im Duplexer -- das ist die unterste Schublade. Meist versteckt das Papier sich unter den 2 Klappen! (Es sieht aus, als wäre da nur der Boden des Druckers, aber oft ist das ein klemmendes Blatt Papier). Dort also das gestaute Papier rausfummeln.
  • Zweithäufigste Stelle ist Stau in einem der Papierfächer (Schubladen ganz rausziehen, und nach oben hin reinsehen).
  • neuerdings bleibt das papier auch ganz oben bei der Ausgabe hängen.
  • Am Schluss müsst ihr alle Klappen und Schubladen richtig zugemacht haben, damit der Drucker seine Selbstdiagnose macht. Die klappen auf der Rückseite einmal zu Oeffnen und wieder zu schliessen bewirkt oft, dass er die Selbstdiagnose von vorne beginnt, und dann erst feststellt, dass der Feheler schon behoben ist.

Falls es nicht sofort weitergeht, bitte erst warten: Der passende Rechner braucht manchmal noch einen Moment, bis er bemerkt, dass der Druck weitergehen kann!

Das nervige Piepsen wird man übrigens los, in dem man auf die Taste "abbrechen" drückt.

Hinweis: Wenn ein Ausdruck durch einen Fehler unterbrochen worden ist, fängt der Drucker von selbst (!) bei der fehlgeschlagenen Seite von vorne an, ihr braucht also nicht alles nochmal zu drucken!!

 

Q: Wie fülle ich beim Drucker Papier nach?

A: Eine der Schubladen nach vorne aufziehen, Stapel reinlegen; am Schluss den Stapel kurz runterdrücken, damit er von unten gegen die Haltelaschen drückt und nicht lose rumliegt; richtig schließen! Wenn gleich darauf ein Papierstau auftritt, den Papierstapel umgekehrt reinlegen -- das Papier hat eine Ober- und eine Unterseite, und eine Seite läuft glatter durch. Wenn kein Papier mehr im CIP-Raum liegt, Frau Riedel fragen. Wenn der Papierverbrauch eine plausible Menge überschreitet, werden die Studenten übrigens zur Kasse gebeten, der Drucker protokolliert die Anzahl der gedruckten Seiten pro Person mit!

 

Q: Wie breche ich meinen Druckauftrag ab?

A: Zuerst lpq ("Line printer queue") eintippen. Dies zeigt an, welche Aufträge noch warten. Such dort in der Liste die Nummer des abzubrechenden Auftrages heraus (nicht zu verwechseln mit der angezeigten Zeilennummer!), und gib dann diese ID als Parameter des Befehls lprm (Abkz für "line printer remove") ein, um den Auftrag abzubrechen, z.B.

lprm 12345

 

Q:Wie stelle ich unter Linux ein, welchen Drucker ich verwenden möchte?

A: Für Studenten ist z.T. der CIP-Raum-Drucker univers voreingestellt, man kann aber auch einen der Drucker auf anderen Stockwerken einstellen, wenn man dort arbeitet. (Liste der CoLi-Drucker)

  • Man öffnet in seinem Home-Verzeichnis die Datei ".bashrc" mit einem Texteditor, z.B. emacs. In dieser Datei speichert man seine individuellen Voreinstellungen (auch Aliase z.B.).
  • In der .bashrc-Datei schaut man nach, ob eine Zeile "export PRINTER=blabla" vorkommt.
    • Wenn ja, ersetzt man in dieser Zeile den Drucker blabla durch den Namen des gewünschten Druckers, z.B. avantgarde oder univers.
    • Wenn es diese Zeile dort noch nicht geben sollte, fügt man sie irgendwo in die .bashrc hinzu (egal wo, mittendrin -- nur nicht als erstes und nicht als letztes!).
  • Dann die .bashrc-Datei speichern.
Die Änderung wird erst im nächsten neugeöffneten Terminalfenster wirksam. Um sich zu vergewissern, dass es geklappt hat, tippt man den Befehl lpq ein, der einem aktuelle Information über den eingestellten Drucker ausgibt. Die erste Zeile der Ausgabe sagt einem, welchen Drucker man gerade eingestellt hat.

 

 

Disketten

 

Q: Was bedeutet die Fehlermeldung "Can't open /dev/rdiskette: No such file or directory" ?

A: Geh sicher, dass Du nicht in einem Server-Fenster arbeitest, sondern in einem lokalen Fenster des Rechners an dem Du sitzt! Server haben kein Diskettenlaufwerk. :-)< So erkennt man den Unterschied zwischen einem lokalen Fenster und einem Server-Fenster.

 

 

eMail

 

Q: Was sollen diese eMails von 'The Root of all Evil'?

Diese eMails sind wichtige System-Nachrichten an Euch! Da sie automatisiert von einem Programm abgeschickt werden, haben sie keine Person als Absender -- Root ist die Bezeichnung für den Administrator in einem Unixsystem.

 

Q: Was sind Core Files?

A: Corefiles sind Datenreste von abgestürzten Programmen. Ihr könnt nichts mit ihnen anfangen, sie verbrauchen nur unnötig Platz. Manchmal sogar ziemlich viel! Daher könnt Ihr fremde Dateien, die core heißen, löschen.

 

Q: Was bedeutet die Netscape-Fehlermeldung "Es existiert ein lock file!" ? Warum wurden meine neuerstellten Bookmarks in Netscape nicht gespeichert?

A: Wenn man in Linux Netscape versehentlich mehrfach startet, editiert man unbewusst bestimmte Dateien gleichzeitig - nämlich u.a. die Lesezeichen, die Präferenzen, und das Adressbuch, wodurch sie beschädigt werden koennen -- was man vermeiden sollte. Diese wichtigen Dateien liegen in Deinem Verzeichnis in einem versteckten Unterverzeichnis namens ".netscape". Dort drin wird eine leere Datei namens 'lock' erstellt, sobald ein Netscape läuft - als Kennzeichen, dass nun kein zweites mehr gestartet werden darf (dies ist der 'lock-file'). Die lock-Datei wird automatisch gelöscht, nachdem Ihr Netscape beendet.

Manchmal merkt man gar nicht, dass man gerade ein zweites Netscape gestartet hat! Genau das ist der Moment, wo diese wichtige Fehlermeldung kommt, die (zugegeben ziemlich kryptisch) warnt "Es existiert ein lock file". Bitte in diesem Fall immer 'abbrechen' anklicken!

Falls eine 'lock-file!'-Fehlermeldung erscheint, obwohl Ihr Euch 100%ig sicher seid, dass Ihr kein Netscape geöffnet habt (vielleicht auf einem anderen Rechner, in einem anderen Büro?), dann kann es auch sein, dass diese lock-Datei (z.B. wegen eines Absturzes) vergessen worden ist zu löschen. In diesem Fall kann man sie von Hand löschen. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, fragt in diesem Fall bitte jemanden von der Systemgruppe.

 

Q: Wie lasse ich eMails von einem Account zum anderen weiterleiten?

Wenn man zwei Accounts hat, z.B. ein CoLi-Account und ein Stud.uni-sb.de-Account, möchte man vielleicht, dass alle eMails an die eine Adresse automatisch an die andere weitergeleitet werden. So eine Weiterleitung nennt man "Forward".

Dazu muss in dem Home-Verzeichnis des Accounts, wo man die eMails NICHT mehr möchte (in diesem Bsp 'stud.uni-sb.de') eine Datei namens '.forward' erstellt werden, die die neue Ziel-eMail-Addresse (z.B. die CoLi-Adresse) enthält.

Wie geht das? Man loggt sich auf dem Rechner von der Adresse ein, wo man die eMails NICHT mehr möchte. Z.B.

[jemand@top] (~) $ telnet stud.uni-sb.de
login: abcd0000
Password:
Eventuell gibt einem der Server jetzt nach dem Einloggen noch Informationen aus. Am Ende davon befindet sich die Eingabeaufforderung. Dort gebt Ihr ein:
echo "meine@emailadresse.de" > .forward
Diese Befehlszeile erstellt eine Datei namens '.forward' mit der angegebenen Umleitungs-eMailadresse als Inhalt. Alle Mails an dieses Account werden in Zukunft an die angegebene Adresse weitergeleitet. Fertig! Jetzt könnt Ihr Euch bei dem Server wieder ausloggen, indem ihr 'logout' eintippt.

Wie macht man den Zauber wieder rückgängig? Abschalten lässt sich die Weiterleitung, indem man die Datei .forward löscht.

cd ~
rm .forward

 

Q:Wie reagiere ich richtig auf Virenwarnungen, Spendenaufrufe, Geldverdienangebote, Kettenbriefe?

A: Es gibt zwei Arten von diesen aufdringlichen Mails, die man unaufgefordert von fremden geschickt bekommt -- Beide sind ein falls für den 'Löschen'-Knopf in Eurem eMail-Programm.

1.) Blinden Alarme und Zeitungsenten: Jegliche Massen-Nachrichten, in denen Ihr aufgefordert werdet, sie aus scheinbar wichtigen Gründen völlig wahllos an 'alle' weiterzusenden sind nicht ernstzunehmen! Auf Englisch nennt man das "hoax".
Das ganze ist ein altes Spiel, bei dem jemand versucht, eine Nachricht so eindringlich zu formulieren, dass möglichst viele die Kette durch ständiges Weiterleiten "am Leben erhalten". Solche Nachrichten werden gutwillig über Jahre hinweg weitergeleitet, obwohl sie schon längst nicht mehr aktuell sein können. Der angebliche Absender, an den man sich wenden soll, wird dadurch gezwungen, sein eMail-Account aufzugeben, weil er Jahre lang täglich Anfragen wegen einer nicht-existierenden Spende oder Petition bekommt. Solche Ketten sind nicht wieder zu stoppen, da es immer genug Dumme gibt, die sie weiterführen. (siehe 'Woran erkennt man...?')

2.)Werbe-Mails für von Euch nicht angeforderte Produkte, angebliche Preisauschreibengewinne, scheinbar private Nachrichten von der 'der heimlichen Liebe'. Solche Nachrichten nennt man Spam oder Junk Mail - zu deutsch "eMüll". Das Ziel der Absender ist hier...

  • Eure Adresse und Kreditkarteninformation etc zu erfahren (damit Ihr einen Gewinn abholen könnt von einem Preisausschreiben, an dem Ihr nie teilgenommen habt),
  • Euch auf eine an Besuchermangel leidende P*rn*- oder Shopping-Webseite zu locken (die Geld an den eingeblendeten Werbebannern verdient).
  • im schlimmsten Fall, einen harmlos und verlockend klingenden Download anzubieten, der auf Eure Kosten einen 0190-Dialer installiert!
Sie zählen auf Eure Neugier ("Jemand aus dem Chat ist in mich verliebt...?") und Gier ("Einer gewonnenen Reise schaut man nicht ins Maul..."), oder unterstellen frech, man hätte geschäftlich miteinander zu tun ("Mein Account bei WEM läuft ab??"). Manche enthalten auch nicht mehr harmlose großangelegte Geldtransfer-Schwindeleien, die nur scheinbar für den Leser Anteile einbringen -- weil es die große Geldsumme gar nicht gibt, und es den Schwindlern nur auf das angeblich im Voraus nötige (und im Vergleich zu dem versprochenen Anteil gering scheinende) Bestechungsgeld ankommt.

 

Q: Woran erkennt man eindeutig, dass eine Nachricht nicht ernst zu nehmen ist?

A: Vergleicht es mit dem ernst zu nehmenden Fall, wo Euch ein Kumpel bittet, ihm bei der Wohnungssuche zu helfen. In diesem Fall kennt Ihr erstens den Originalabsender, und --was noch wichtiger ist!-- zweitens ist die Anfrage sowohl zeitlich als auch von der Zielgruppe her begrenzt.
Natürlich sendest Du diese Anfrage nicht an all Deine eMail-Freunde in nicht-betroffenen Ländern; und natürlich werden alle Adressaten die Anfrage, nachdem der genannte Umzugstermin verstrichen ist, nicht mehr weiterleiten. Folglich wäre das kein Kettenbrief.

Umgekehrt könnt Ihr alle eMails grundsätzlich als schlechten Witz (und somit "ein Fall für dev/null", den Papierkorb) einstufen, die

  • keine zeitliche Beschränkung für die Weitergabe haben:
    Bei einer ernsten Nachricht sorgt der Absender doch dafür, dass sich nicht aus Unwissenheit drei Jahre nach Ende des Projekts noch jeden Tag zig Leute daran beteiligen wollen!
  • keine Einschränkung der Zielgruppe haben, sondern (mit zum Teil sozialen "jeder kann helfen"-Sprüchen) versuchen, möglichst alle Leser zum weiterleiten zu veranlassen:
    Es gibt natürlich tatsächlich ernste Nachrichten, die wirklich jeden angehen -- aber Kettenbriefe sind nicht und waren auch noch nie ein seriöses Medium, um wichtige Nachrichten an den Richtigen zu bringen: Denn weitergeleitete eMails sind statisch, aber Situationen ändern sich.
  • Pseudoseriöse Quellen statt eines Absenders nennen (à la "AOL, Micro$oft, und der König von den Langerhans'schen Inseln haben mir gestern gesagt, dass..."):
    Wenn eine Nachricht wirklich ernst gemeint wäre, würde der Absender wohl logischerweise großen Wert darauf legen, dass Interessenten mit ihm oder seinem Projekt Kontakt aufnehmen können!
  • die, bei denen Ihr Euch nicht die Mühe machen würdet, sie zu beantworten, wenn sie statt als eMail als Briefpost gekommen wären. Mysteriöserweise glauben Leute beim Lesen von eMails plötzlich Sachen, die sie im wahren Leben suspekt finden würden!
  • oder wenn sie in dieser Liste vorkommen: Mitarbeiter der TU Berlin haben hier alle aktuellen "Enten" zusammengestellt.

Wenn Euch eine Nachricht wirklich berührt, versteckt Euch nicht feige und faul hinter dem 'Weiterleiten'-Knopf des Browsers, sondern kontaktiert den Absender! Das ist auch ein guter Test -- wenn Ihr den Absender anhand der Information in dem eMail nämlich nicht kontaktieren könnt -- dann kann ihn niemand kontaktieren, geschweige denn helfen! Ihr glaubt nicht, wieviele scheinheilig 'selbstlos hilfsbereite' Leute Spendenanfragen weiterschicken, in denen gar kein (existierender) Absender drinsteht, und die schon seit über 5 Jahren als Hoax bekannt sind!

 

 

Q: Wie schütze ich mich vor Viren?

A: Der Trick bei Viren ist, dass der Virenschreiber versucht, sein 'Opfer' dazu zu veranlassen, eine Datei zu öffnen, die ein schädliches Programm enthält. Dies ist entweder ein ausführbare (.exe)-Datei, oder eine Word-Datei, die ein Makro(-Programm) startet. Es wird als Download angeboten oder als Attachment verschickt.
  • Warum fallen immer noch so viele darauf herein? Ausführbare Dateien, die einen Virus enthalten, geben sich heutzutage als MP3, Bildschirmschoner, Plug-In, Dienstprogramm, Word-Dokument oder Graphik-Datei aus -- Ihr könnt bei einer unaufgefordert geschickten Datei also nicht mal bei harmlosen Endungen wie .mp3, .doc oder .jpg davon ausgehen, dass sie wirklich harmlos ist!
  • Der neuste Gag ist eine Sicherheitslücke, die Outlook glauben lässt, das eMail hätte eine Datei mit Hintergrundmusik im Anhang, die es abspielen soll -- diese Datei enthält jedoch den Virus, und das naive Outlook startet ihn brav... Ohne den Benutzer zu fragen! :-O
  • Auch eine bekannte Person als Absender ist keine Sicherheit: Denn viele Viren nutzen das Adressbuch eines Infizierten als Emfängeradressliste, dann hat der Virus natürlich den Absender eines Bekannten.
  • Am sichersten ist es, Outlook durch einen anderen Mailreader zu ersetzen. Macintosh-Benutzer haben es leichter, da Viren für diese Plattform inzwischen praktisch ausgestorben sind.

Grundsätzlich: Virenscanner installieren! Nein, es gilt NICHT, wenn die Datenbank des Scanners älter als einen Monat ist. Aktuelle online Anti-Virus-Tips

 

 

Deine eigene Homepage an der CoLi

Q: Wie lege ich eine eigene Homepage in der CoLi an?

A: Jeder kann in seinem Verzeichnis eine eigene Homepage anlegen. Diese ist, wenn sie fertig ist, im Browser unter der Adresse

http://www.coli.uni-sb.de/~name
abrufbar, wobei Du natürlich 'name' durch Deinen Login-Namen ersetzen musst. Das Tilde-Zeichen "~" bekommt man, indem man <alt-gr> + "*" und danach die Space-Taste drückt. So kannst Du übrigens auch die Homepages anderer CoLis aufrufen, deren Login Du kennst (Wenn sie eine haben...).

Damit alles klappt, musst Du diese 4 Schritte tun:

  • Du brauchst in Deinem Home-Verzeichnis ein neues Unterverzeichnis namens "public_html".
  • Darin muss eine Datei namens "index.html" liegen, die die Startseite Deiner Homepage enthält. (Es können natürlich außerdem noch zusätzliche Dateien dort sein.)
  • Alle involvierten Verzeichnisse (also Dein Home-Verzeichnis, Dein public_html-Verzeichnis, alle etwaigen Unterverzeichniss im public_html-Verzeichnis) müssen Executable-Rechte für "other" und "group" gesetzt haben; und...
  • ... alle Dateien in public_html und etwaigen Unterverzeichnissen müssen Read-Berechtigung für "other" und "group" haben -- damit die Leser Deiner Homepage nicht ein "Permission denied" um die Ohren geschlagen bekommen, wenn sie die Seite aufrufen wollen.

Kein Wort verstanden von dem was ich rede? Wenn Du die folgenden Befehlszeilen in dieser Reihenfolge in ein Terminal-Fenster eingibst, hast Du schon den ersten Schritt zu einer eigenen Hompage gemacht!

cd
Zuerst wechselst Du auf die oberste Ebene Deines Home-Verzeichnisses
mkdir public_html
Dann erstellst Du dort das leere Verzeichnis, das die Webseiten und Dateien enthalten soll, die im Web verfügbar sein sollen.
chmod a+x public_html
erlaubt allen Leuten (a) in das Public-Verzeichnis hineinzuwechseln (x) (private Verzeichnisse sind normalerweise vor fremden Zugriffen geschützt).
chmod a+x $HOME
das selbe fürs Home-Verzeichnis
touch public_html/index.html
Erstellt eine leere Startdatei für Deine Homepage - die Datei muss index.html heissen.
chmod a+r public_html/* 
erlaubt allen Leuten (a) alle Dateien (*) im public-Verzeichnis zu lesen (r)
chmod og-w public_html/*
stellt sicher, dass keiner ausser dir (og) mehr deine Homepage ändern oder loeschen (w) kann.
echo -e "<HTML>\n<BODY>\n 
Hallo Welt.\n</BODY>\n
</HTML>" > public_html/index.html 
Füllt die Startseite mit einem einfachen Beispieltext. (Dies bitte in einer Zeile eintippen, nicht in drei)

Wenn Du die oben angegebene Homepage-Adresse jetzt in Deinen Browser eingibst, wirst Du eine leere Seite mit dem Text " Hallo Welt." sehen. In der Datei "public_html/index.html" kann du nun mit einem Texteditor wie z.B. emacs statt "Hallo Welt" Deinen eigenen Text eintragen. Um richtig Homepages zu schreiben, verwendet man die Sprache HTML oder einen Editor wie Netscape Composer (letzteres ist aber uncool...).

 

Q: Wie schreibe ich meine Homepage-Seiten in HTML?

A: Um selber eine eigene Homepage in HTML anzulegen, lest mein "HTML-Tutorial", wo Ihr die wichtigsten Grundlagen lernen und Beispiele sehen könnt. Für weiter Fortgeschrittene gibt es den sehr guten SELFHTML-Kurs (auf Deutsch) im Web.

 

Q:Was tue ich, wenn ich statt meiner Homepage die Anzeige "permission denied" bekomme?

A: Standardmäßig sollte Dein Verzeichnis so "geschützt" sein, dass kein Fremder Deine Dateien lesen (oder sogar ändern) kann. Bei der Homepage will man den kompletten Leseschutz natürlich gerade nicht, daher muss man diese Dateien explizit für die Öffentlichkeit lesbar machen. Das geht am einfachsten, indem Du die folgende Zeile eingibst:

cd; chmod a+x public_html; chmod a+x $HOME; chmod a+r public_html/*;
chmod og-w public_html/* 

Wenn Du später neue Dateien zu Deiner Homepage hinzufügst, indem Du sie in Dein public_html-Verzeichnis legst, überprüfe mit "ls -l", ob die neuen Seiten tatsächlich für andere lesbar sind.

  • Die Rechte einer zu Deiner Homepage gehörigen Datei sollten so aussehen "-rw-r--r--", damit sie für alle lesbar aber trotzdem noch schreibgeschützt sind. (Auch Dateien in Unterverzeichnissen!)
  • Wenn Du Unterverzeichnisse in Deinem public_html-Verzeichnis hast, müssen deren Rechte jeweils "drwx--x--x" sein, damit Deine Besucher die Dateien darin sehen können. Dazu gibst Du für jedes Unterverzeichnis folgendes ein:

chmod a+x unterverzeichnis; chmod og-w unterverzeichnis; 
chmod a+r unterverzeichnis/*; chmod og-w unterverzeichnis/*;

Stellst Du fest, dass neuhinzugefügte Dateien in Deinem public_html-Verzeichnis nicht die richtigen Rechte haben, wiederhole einfach die eben genannten Befehle. (Danke an Sabrina für die Korrektur)

 

Q: Wie kopiere ich Dateien auf einen anderen Computer (Upload bzw Download)?

A: Zum kopieren von Dateien gibt es verschiedenen Möglichkeiten, z.B. die Programme ftp, sftp, scp.

  • sftp ist die sichere = verschlüsselte Version von ftp. Mehr zur Verwendung dieses Programmes findest Du bei den ftp/sftp-Tipps.
  • Wenn Du auf sowohl auf dem Ziel- als auch auf dem Empfangsrechner eMail abrufen kannst, kannst Du Dir Dateien auch per eMail schicken! Vorher kannst Du die Dateien mit zip, gzip oder Alladin StuffIt komprimieren, wenn Du willst. Ab einigen MB Größe ist eMail allerdings nicht mehr zu empfehlen.
  • Für Fortgeschrittene gibt es noch das sichere Programm scp, um direkt Dateien in einem Schritt zu kopieren, deren Pfade bekannt sind.
    scp ich@gnome:/blip/bla.txt du@www.xyz.de:/blubb/bla.txt

 

Q: Wie gebe ich den kompletten Inhalt eines Verzeichnisses fürs WWW frei?

A: Die Rechte für das freizugebende Unterverzeichnis von 'public_html' setzt Du, wie oben angegeben. Eine index.html-Datei mit Downloadlinks zu jedem einzelnen Dateinamen musst Du allerdings nicht unbedingt von Hand erstellen. Einfacher ist das Erstellen einer Datei mit namen `.htaccess' (weltlesbar) im entsprechenden verzeichnis. Darin sollte die zeile

Options Indexes
vorkommen. der server generiert dann automatisch eine index-seite mit dem verzeichnisinhalt, wenn man den namen des Unterverzeichnisses in den browser eingibt ('http://www.coli.uni-sb.de/~name/unterverzeichnis'). Weltlesbar bedeutet, dass die oben genannten Freigabe-Rechte auch für die .htaccess-Datei gelten.

 

 

Tipps zur Fehlerbehebung allgemein

 

Q: Allgemein: Wie finde ich raus, was los ist, wenn mein Computer 'nicht geht'?

A: Um allgemein einen Computer-Fehler beheben zu können, muss man erst herausfinden, wo genau er anfängt. Dazu gibt es verschiedene Strategien:

  • Sind alle Kabel richtig drin?: Kein Witz, lose Kabel, die nur aussehen als wären sie drin, sind die zweithäufigste Fehlerursache. Die allerhäufigste sind Kabel, die tatsächlich nicht eingesteckt sind. ;-)
  • Was ist der Unterschied zwischen den Situationen, die funktionieren, und denen die nicht funktionieren? Besteht das Problem nur in einem bestimmten Programm? Nur in einer bestimmten Version des Programmes? Nur mit einer bestimmten Datei? Nur in einem bestimmten Verzeichnis? Nur für einen bestimmten Benutzer? Nur in einer bestimmten Situation? Nur zu einer bestimmten Zeit? Nur an einem Rechner? Nur im CIP-Raum? Nur auf einem Stockwerk? Im ganzen Haus an allen Rechnern? usw usw -- Aus der Weite der Auswirkung lassen sich auch von Anfängern schon grobe Schlüsse auf die Quelle des Problems ziehen.
  • Sich aller Zwischenschritte bewusst sein: Eine weitere Methode (für eher fortgeschrittenere Benutzer) ist, sich umgekehrt vorzustellen: Was müsste ich tun, wenn ich dieses (Fehl)Verhalten des Computers absichtlich herbeiführen wollte? Was sind überhaupt die Vorbedingungen für das richtige Funktionieren dieser Aktion? Sind sie alle erfüllt, wenn nein, warum nicht?

Computer-Allgemeinwissen: Die Strategien hängen verständlicherweise stark von der Situation und vom Vorwissensstand des Benutzers ab. Was andersherum bedeutet, je mehr Allgemeinwissen ihr über die Funktionen eures Computers habt, desto schneller findet ihr die Lösung selbst. Zu wissen, wie Teile und Funktionen überhaupt heissen, ist der erste Schritt, bevor ihr nach Informationen darüber suchen könnt. Es gibt viele Bücher und Webseiten, die Computer-Allgemeinwissen schrittweise für Anfänger erklären: Webopedia (englisch), Computerwörterbuch (deutsch), Internet-Glossar (deutsch)... Wenn man weiss, wonach genau man sucht, kann man z.B. Google dazu nutzen, in Usegroups oder im ganzen Web nach einer Antwort bzw. mehr Information zu suchen.

 

Q: Wie melde ich Fehler am effizientesten?

A: Natürlich könnt ihr nicht jedes Problem selbst lösen. Wenn ihr wollt, dass die Systemgruppe hilft, ist folgendes wichtig:

  • Beschreibt den (Fehler)Zustand, wie ihr ihn seht -- das ist wichtiger, als eine Interpretation. Beispiel: Die Interpretation "Mein Bildschirm ist kaputt" ist nicht dasselbe wie die objektive Beschreibung "Der Bildschirm bleibt nach dem Neustarten grau, anstatt wie gewöhnlich ein Login-Fenster zu zeigen"!
  • Erwähnt, was ihr gerade davor gemacht habt. Habt ihr Einstellungen geändert, ein neues Programm installiert, eine Webseite aufgerufen...?
  • Ist der Fehler reproduzierbar (wenn ja, wie?), oder war er einmalig?
  • Was habt ihr schon alles zur Umzingelung des Problems probiert? Seid ihr der einzige betroffene, tritt der Fehler nur in einem Programm, bei einer Datei, bei einem Drucker, bei einem Rechner auf, ...?
Diese Informatione über euer Problem könnt Ihr über dieses GNATS Web-Formular direkt an die Systemgruppe schicken, und auch wieder entfernen, falls es sich gelöst hat. Die Datenbank der Support-Anfragen ist (anonym) für alle einsehbar, vielleicht hat jemand schon dieselbe Frage gestellt, oder vielleicht hilft die Antwort, die ihr von der SG bekommt, jemandem, der später dieselbe Frage stellen will.

 

Q: Netzwerk: Warum geht mein eMail/Webbrowser/ssh nicht?

A: Beispiele für Fragen, die man sich selbst bei Netzwerkproblemen stellen sollte:

  • Wenn Du keine Webseiten aufrufen kannst:
    • Betrifft das Problem nur Webseiten, oder alle Netzwerkprogramme (z.b. eMail)? Wenn alle, weiter bei 'Bist Du überhaupt online?' Wenn nur Webbrowser betroffen:
    • Ist die Konfiguration des Browsers richtig? Proxy, DNS etc?
    • Funktionieren andere Browser oder haben alle dasselbe Problem?
    • Funktioniert nur eine bestimmte Webseite nicht, oder nur Seiten aus einem bestimmten Land nicht, oder alle nicht? Funktionieren nur noch interne Webseiten?
  • Wenn Du keine Mails abrufen kannst:
    • Betrifft das Problem nur eMails, oder alle Netzwerkprogramme (z.b. Webseiten)? Wenn alle, weiter bei 'Bist Du überhaupt online?' Wenn nur eMail betroffen:
    • Ist die Konfiguration des Mailers richtig? SMTP, Login, Kennung?
    • Funktionieren andere eMailer oder haben alle dasselbe Problem?
    • Ist vielleicht bloß Dein eMail-Provider dran schuld (Vorsicht, falls Du Deine Konfiguration unnötigerweise geändert hast)?
  • Bist Du überhaupt online?
    • Funktioniert gar kein Netzwerkprogramm? Was genau geht noch, was geht nicht?
    • Kannst Du weder interne noch externe Server 'pingen', noch Dich mit telnet bzw ssh irgendwo einloggen?
    • Wenn gar kein Rechner im Haus mehr online kommt, liegt es nicht an Deiner Konfiguration, sondern an unseren CoLi-Servern, oder am Rechenzentrum (Vorsicht, falls Du Deine Konfiguration unnötigerweise geändert hast)
  • Wenn Du gar nicht online gehen kannst:
    • Ist das Modem / Ethernetkabel angesteckt?
    • Telephoniert niemand, bzw. funktioniert die Telephonleitung überhaupt, bzw. ist die Ethernetbuchse überhaupt freigeschaltet?
    • Sind die Daten (die du von deinem Provider bekommen hast) in der Konfigurationsdatei richtig eingetragen?
    • Sind diese Konfigurations-Daten geladen? ...

 

Q: Programme: Warum tut ein Programm nicht, was es soll?

A: Beispiele für Fragen, die man sich selbst bei Softwareproblemen stellen sollte:

  • Klappt es nur mit einer bestimmten Datei, in einem bestimmten Verzeichnis, oder nur bei einem bestimmten Benutzer nicht?
  • Tritt der Fehler in einer andere Version des Programmes nicht auf? (z.B. auf einem anderem Server, unter einem anderen Betriebssystem)
  • Wenn es ein vor dir selbst geschriebenes Programm ist, und Du zum Debuggen Zeilen hinzufügen kannst, die alle Zwischenergenisse ausgeben, sind diese richtig?
  • Sind alle betreffenden Rechte und Pfade (z.b. auch der Shebang-Pfad eines Skriptes!) auf richtige Werte gesetzt?

 

 
   
2008.08.26

http://www.ruthless.zathras.de/